2. Schulverpflegungsrunde tagte

Schüler haben die Politik aufgefordert, eine gesunde Schulverpflegung verpflichtend im Schulgesetz zu verankern und sich stärker als bisher einer Lösung des Problems Schulverpflegung anzunehmen. Der Ausbau des Schulalltages muss Hand in Hand gehen mit einer gesunden Verpflegung der Kinder und Jugendlichen“, fordert der Verein Gesunde Schulverpflegung e.V., der zu einer zweiten Veranstaltung, „Wünsche der Schüler an die Schulverpflegung“, in das Barnim-Gymnasiums in Berlin, eingeladen hatte. Viel Prominenz war gekommen. In allen Schulformen müssten Theorie im Unterricht und Praxis am Esstisch ineinandergreifen. Gerade das Schulalter sei wichtig für die Ausprägung von gesunden Lebensstilen. Bei einem gemeinsamen Mittagessen in der Schulmensa traf dabei „Politik auf Wirklichkeit“ der aktuellen Schulverpflegung. Die anwesenden Caterer wurden aufgefordert stärker den Dialog mit der Schülerschaft zusuchen, gleichzeitig waren sich die Teilnehmer darüber einig, dass die Schüler ihr demokratisches Mitspracherecht  stärker alsbisher in Anspruch nehmen sollten und sich aktive in die Aus- und eventuelle Abwahl von Essensanbietern einbringen sollten. Stephan Dürholt  stellte erste Ergebnisse einer aktuellen Sodexo-Studie unter dem Gesichtspunkt: „Warum nimmt die Absatzzahl in der Oberstufe bei den Schülern ab ?“ vor. Hans-Michael Goldmann, MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in seinem Fazit:“ Der Verein „Gesunde Schulverpflegung e.V.“ zeigt uns, dass es SchülerInnen gibt, die sich mit viel Engagement dafür einsetzen, die Schulverpflegung zu einer guten und schmackhaften werden zu lassen.“ Die Fortsetzung der Gesprächsrunde ist für 2011 geplant.

Teilnehmer:

Hans-Michael Goldmann, Ausschussvorsitzender

Karin Binder, Miglied des Bundestages

Carola Stauche, Mitglied des Bundestages

Stefanie Posch, Land Hessen

Jana Muschalik, Linksfraktion Deutscher Bundestag

Carolin Krieger, Büro Hans-Michael Goldmann, MdB

Ann-Christin Weber, Büro Ulrike Höfken, MdB

Ulrike Witt, Landesschülersprecherin

Christoph Walter, Vorsitzender Gesunde Schulverpflegung e.V.

Annabell Dettmer, Stellv. Vorsitzende Berufsschulen Berlin

Julian Radecker, Gesunde Schulverpflegung e.V.

Ingo Brings, GVL GmbH

Stephan Dürholt, SODEXO GmbH

Britt Schulz-Lahmann, Dussmann AG

Christian Klaussner, Apetito GmbH

Andreas Scheiding, FrieslandCampina Germany GmbH

Jürgen Benad, DEHOGA Bundesverband

Dr. Michael Polster, Deutsches Netzwerk Schulverpflegung e.V.

Nachsatz: Andere Länder sind in Sachen Schulverpflegung schon deutlich weiter. So sind in Schottland, Großbritannien und Frankreich verbindliche Standards zur Schulverpflegung vorgeschrieben, die zur Einhaltung von Nährwertempfehlungen gesetzlich verpflichten. In Schweden und Finnland steht für alle Kinder das Essen kostenlos zur Verfügung. In diesen beiden Ländern und in Frankreich ist der Verkauf von Limonaden und Softdrinks an Schulen untersagt. In Portugal steht jeder Schule eine Gesundheitsassistentin zur Seite, die die Schulen bei den Mahlzeiten berät und das Kiosk- und Automatenangebot kritisch überprüft.

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