550.000 Grundschüler*innen in Zukunft ohne Betreuung und Schulverpflegung, oder wann wird Kinderbetreuung: Die neue Normalität?

Für fast die Hälfte der Grundschüler in Deutschland gibt es nach dem Ende des täglichen Unterrichts keine Betreuung. 44 Prozent der Grundschulkinder haben kein Betreuungsangebot für die Nachmittage, so das Istergebnis  in einer vom Familienministerium in Auftrag gegebenen Untersuchung. In den 1,2 Millionen Grundschulkindern in Deutschland, die derzeit keine Angebote wie Ganztagsschulen oder Horte nutzen, bräuchten 23 Prozent einen Betreuungsplatz. Unter den rund 1,6 Millionen Schülern, die bereits einen Platz haben, sind es immerhin 275.000, die nach Angaben ihrer Eltern zusätzliche Möglichkeiten zur Betreuung bräuchten. Nimmt man die Zahlen der Kinder, die keine oder nicht ausreichende Betreuung haben, zusammen, so kommt man laut den Autoren der Studie auf 555.000 betroffene Kinder – immerhin 20 Prozent der 2,8 Millionen Grundschüler im Land.  2025 werden – bei gleichbleibender Schulgröße – fast 2.400 Grundschulen mehr nötig sein als heute, so eine aktuelle Studie)

Seit der Einführung des Anspruchs auf einen Kita-Platz, die sichheute ( 1.8.2017) zum vierten Mal jährt, ist die Betreuungsquote von Kindern ab einem Jahr auf 33 Prozent gestiegen. Laut Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) fehlen aber weiterhin rund 290.000 Plätze, der Großteil davon in Westdeutschland.Haushalt, Büro, Kinderbetreuung: Für berufstätige Eltern ist der Alltag oft ein Balanceakt. Da hilft es, dass inzwischen ein rechtlicher Anspruch auf einen Kitaplatz besteht. Die Betreuung am Nachmittag entfällt jedoch, sobald der Nachwuchs eingeschult wird.