Absurdistan: Korkgeld für eigenes Pausenbrot statt Schulmensa

Spaniens Premier Mariano Rajoy will 102 Milliarden Euro bis zum Jahr 2014 einsparen.  Wie soll das Kunststück gelingen? Im Bildungsbereich sollen 4500 Lehrerstellen gestrichen werden, obwohl die Zahl der Schüler im neuen Schuljahr um 100.000 auf 5,6 Millionen ansteigen wird und man höre und staune, Katalanische Schulkinder sollen nun künftig täglich drei Euro bezahlen, wenn sie sich ihr Pausenbrot selbst mitbringen, anstatt das in der Kantine angebotene Essen zu kaufen. Gleichzeitig legten aber Regierungsvertreter Wert darauf, dass „85 Prozent der Schulessen“ den wissenschaftlichen Ernährungsempfehlungen entsprechen. Begründung für die Steuer auf Pausenbrote und selbst mitgenommenes Schulessen: Es würden weiterhin Kosten für Mikrowelle, Sitzplatz und Reinigungspersonal anfallen; deshalb sollten drei Euro pro Tag und Schüler bezahlt werden. Wohlgemerkt für mitgebrachtes Essen.  Die spanische Zeitung „El País“ schrieb am Wochenende: „Neben dem schweren Schulranzen sollen die Kinder jetzt auch noch ihr Essen schleppen und dafür auch noch zahlen.“ Das Absurde ist, dass den Schulen die Verantwortung zur Gebührenerhebung überlassen wird, hatte man doch schon in 2011eine weitere Verschwendung ausgemacht,  dass an den katalanischen Schulen zu viel Toilettenpapier benutzt wird – geradezu exzessiv. Deshalb stehen jedem katalanischen Schüler nur noch 25 Meter Toilettenpapier im Monat zur Verfügung und kein Zentimeter mehr. Kann man nur hoffen, dass die deutsche Politik sich nun nicht Spanien als Vorbild nimmt!

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