Depressionen durch Fast Food

Psychisch krank durch Burger und Fertigpizza? Wer gerne in Fast-Food-Restaurants einkehrt oder zu Hause regelmäßig Fertignahrung den Vorzug gibt und gleichzeitig unter Depressionen leidet, könnte seine Chance, die Depressionen wieder loszuwerden, deutlich erhöhen, wenn er künftig statt Fast Food einfach mehr Obst und Gemüse äße. Eine spanische Studie hat die These untermauert, wonach schlechte Ernährung das Risiko, an Depressionen zu erkranken, erhöht. Schuld daran seien in erster Linie industriell gehärtete Transfette sowie gesättigte Fettsäuren, wie sie vor allem in Industrie-Backwaren und Fast Food vorkommen. Nach Auffassung der Forscher hängt die seit Jahren steigende Zahl von Menschen mit Depression auch mit der radikalen Umstellung der westlichen Ernährungsgewohnheiten zusammenhängen. Dass schlechtes Essen und schlechte Stimmung in einem Zusammenhang stehen, wird seit längerem vermutet. Vor einem Jahr wurde in der US-Fachzeitschrift „American Journal of Psychiatry“ eine Studie veröffentlicht, nach der ein dauerhafter Verzehr von Fast Food, Pommes, Weißbrot und stark zuckerhaltigem Essen das Depressions-Risiko erhöht. Menschen, die mehr Fertignahrung als der Durchschnitt konsumieren, sind erheblich gefährdeter, an Depressionen zu erkranken, als Menschen, die viel Obst und Gemüse essen. Für letztere besteht ein deutlich geringeres Risiko, jemals depressiv zu werden als das für Fast-Food-Fans der Fall ist. Die neue Studie bestätigte erneut die bereits zu diesem Thema vorliegenden Forschungsergebnisse, sagte Andrew McCulloch von der Mental Health Foundation. Es bestehe ein ganz offensichtlicher Zusammenhang zwischen der Ernährungsweise eines Menschen und seiner psychischen Gesundheit. Die Bevölkerung verzehre bekanntlich immer weniger nahrhafte und frische Lebensmittel, dafür aber zunehmend industriell verarbeitete Produkte, die viel Zucker und gesättigte Fette enthielten – eine Ernährungsweise, die sich in nicht gerade wenigen Fällen auch auf das Gemüt der betreffenden Menschen niederschlagen könne.

Fazit: Die seit Jahren steigende Zahl von Menschen mit Depressionen könnte eventuell mit der extremen Umstellung der westlichen Ernährungsgewohnheiten zusammenhängen. Das Resümee aus den Untersuchungsergebnissen wird von der Tatsache unterfüttert, dass die Zahl der an einer Gemnütserkrankung leidenden Menschen im westlichen Europa seit Jahren ansteigt. Nach Meinung der spanischen Wissenschaftler kann dies mit den Essgewohnheiten zusammenhängen. In Südeuropa, wo die Bevölkerung sich vorwiegend mit mediterranen Speisen ernährt, die reich an Omgea-9-Fettsäuren sind, ist die Zahl der an Depressionen erkrankten Menschen deutlich geringer.

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