Deutschland kinderärmste Land Europas

Kinder sind die Zukunft eines Landes, wer Zukunft will, braucht Kinder! Seit der Jahrtausendwende ist die Zahl der Kinder in der Bundesrepublik um 2,1 Millionen gesunken. Deutschland ist das kinderärmste Land Europas, und der Anteil der Minderjährigen an der Gesamtbevölkerung schrumpft weiter. Lag der Anteil der Minderjährigen an der Bevölkerung im Jahr 2000 noch bei 18,8 Prozent, waren es zehn Jahre später nur noch 16,5 Prozent.  Vor allem in Ostdeutschland ist der Rückgang der Kinderzahl gravierend. In Westdeutschland ist die Zahl der Kinder zwischen den Jahren 2000 und 2010 um etwa zehn Prozent gesunken, in Ostdeutschland um etwa 29 Prozent.

Bleiben Geburtenhäufigkeit und Migrationssaldo annhähernd konstant, werde der Anteil der Kinder und Jugendlichen bis 2013 auf 15 und bis 2060 auf 14 Prozent sinken.

Bundesweit jedes sechste Kind (15 Prozent) gilt als »armutsgefährdet«. Dies entspricht ungefähr der »Armutsgefährdungsquote« der Gesamtbevölkerung. Als Schwellenwert gehen die Statistiker in der EU von 60 Prozent des sogenannten Nettomedianäquivalenzeinkommens aus. Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, hat die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Zahl der Kinder und der Kinderarmut in Deutschland „dramatisch“ genannt. „Es fehlt jetzt schon die Generation der potenziellen Mütter. Selbst bei steigenden Geburtenraten würden wir mehrere Generationen benötigen, um wieder in die Nähe früherer Geburtenzahlen zu kommen“, sagte Hilgers den Dortmunder „Ruhr Nachrichten“ Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für viele junge Eltern ein großes Problem bei der Familienplanung. Eine Entlastung, so hofft die Politik, schaffen mehr Betreuungsplätze für Kleinkinder bis zu drei Jahren.  In Zahlen: 472000 Kinder unter drei Jahren hatten 2010 einen Betreuungsplatz. Bis 2013 will die Bundesregierung Angebote für 750000 Kinder schaffen.

Wie leben Kinder in Deutschland? (PDF-Dokument)

Zahl der Kinder in Deutschland seit 2000 um 2,1 Millionen gesunken

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