DKLK Studie 2017: 77% der Kita-Leitungen fühlen sich nicht angemessen durch die Politik wertgeschätzt!

Integration von Flüchtlingskindern, Qualitätskonzepte, fehlende Rückendeckung seitens der Politik für Kitaleitungen und zu geringe finanzielle Mittel – das waren die Hauptthemen beim Deutschen Kitaleitungskongress (DKLK) vom 25. bis 26. April 2017 in Düsseldorf. Kitaleitungen und pädagogische Fachkräfte bekommen immer noch nicht die Anerkennung, die ihnen zusteht. 76% der befragten Kitaleitungen sind weiterhin unzufrieden mit der öffentlichen Wahrnehmung ihrer Tätigkeit, 77% fühlen sich nicht angemessen durch die Politik wertgeschätzt.   An der DKLK Studie 2017 nahmen über 2.500 Kitaleitungen aus ganz Deutschland teil. Eines zeigte sich bei der Präsentation in Düsseldorf:  Die Bemühungen von Politik, mehr für Kitas zu tun, dürfen nicht abreißen, sondern müssen kontinuierlich und konsequent fortgesetzt werden.  Bürokratie und Personalmangel hindern Leitungskräfte und ihre Teams massiv an einer Verbesserung der Qualität. Fehlende Leitungszeit führt dazu, dass die Verwaltungsarbeit zu Lasten der Kinder-Betreuungszeiten geht.

Die Anforderungen an Kitaleitungskräfte sind im vergangenen Jahr nicht weniger geworden, sie sind im Gegenteil durch die in die Einrichtungen kommenden Kinder und deren Familien mit Fluchthintergrund noch gestiegen. Umso mehr gilt der Aufruf an die Politik, endlich den Worten Taten folgen zu lassen und die notwendigen Investitionen in die Qualität der Kitas  – und damit in die Zukunft der Kinder – auf den Weg zu bringen. Die größte Hilfe bei der Bewältigung der aktuellen Flüchtlingskinder-Problematik erfolge durch das jeweilige Kita-Team sowie die Leitungskräfte. Noch immer fühlen sich 45% der befragten Kitaleitungen, die bereits erste Erfahrungen mit Flüchtlingskindern haben, nicht ausreichend auf die Herausforderungen vorbereitet.

Der DKLK in Düsseldorf ist der erste von vier Kongressen, die in diesem Jahr auch in Berlin (16. bis 17. Mai sowie 26. bis 27. September 2017) und Augsburg (27. bis 28. Juni 2017) stattfinden.