Empfehlungen zur Schulverpflegung

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf, als Schulträger verantwortlich für die Schulverpflegung hat ein Beratungsgremium zur Gestaltung der Zukunft der Schulverpflegung im Landkreis Marburg-Biedenkopf gebildet. Zu den Erkenntnissen des Gremiums zählt, dass die Gestaltung der Mittagessenangebote an Ganztagsschulen nicht nur ein technisch-organisatorisches und ökonomisches Problem und kein Spezialistenthema ist. Es ist auch ein pädagogisch-konzeptionelles Thema, das Gegenstand in Schul- und Lehrerkonferenzen sein muss. Mittagsverpflegung sei Bestandteil der Ganztagskultur und damit auch ein soziales Element. Daher sollte jede Schule zunächst ihr individuelles, pädagogisches Konzept entwickeln, das dann zusammen mit den weiteren Akteuren unter gegebenen oder zu verändernden Rahmenbedingungen umgesetzt und laufend beobachtet und gesteuert wird.Das Beratungsgremium besteht aus verantwortlichen Personen von Schulen wie Schulleitungen oder Lehrkräfte, die mit dem Thema Schulverpflegung befasst sind, Schülervertretern, Elternvertretern, Schulverwaltung (Staatliches Schulamt), Caterern, Verwaltung für den Bereiche Schule und Gebäudemanagement, Jugend und Gesundheit sowie beratend der Hochschule Niederrhein. „Das Gremium vereint damit die wesentlichen Sichtweisen und Kompetenzen – eine Notwendigkeit, um dem facettenreichen Thema Schulverpflegung gerecht zu werden“, stellte der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Dr. Karsten McGovern fest. „Das Gremium hat Anregungen für die erfolgreiche Umsetzung von Mittagsverpflegung an Ganztagsschulen im Landkreis Marburg-Biedenkopf gegeben“, stellte Dr. McGovern fest. Auf der einen Seite müsse demnach jede Schule zusammen mit ihren Partnern eine individuelle, tragfähige Lösung finden. „Auf der anderen Seite bestimmen die Rahmenbedingungen wie Schulgröße, Räumlichkeiten, Ausstattung der Küche, Preisgestaltung, Preisakzeptanz oder verfügbares Personal die möglichen Optionen“, erläuterte Dr. McGovern. Der Prozess zu einer gesunden Ernährung und großen Akzeptanz eines gesunden Mittagsessens werde Zeit beanspruchen und sei ein Lernprozess für alle Beteiligten. „Daher ist eine weitere Zusammenarbeit bei der Gestaltung von Schulverpflegung und gesunder Schulkultur sinnvoll, um eine gute und akzeptierte Schulverpflegung in der Region zu etablieren. Diese ist dann auch in der Lage, einen nachhaltigen gesundheitlichen, sozialen, ökologischen und ökonomischen sowie bildungs- und familienpolitischen Nutzen zu entfalten“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete.

Der Schulträger sollte daher beim weiteren Ausbau von Standorten an mittelgroßen und großen Schulstandorten temperaturentkoppelte Systeme wie Cook & Chill oder Cook & Freeze einführen. Das Gremium empfiehlt darüber hinaus, die Qualitätsstandards regelmäßig durch externe Begutachtungen überprüfen zu lassen. Die Verpflegungssysteme stellen auch ganz unterschiedliche Anforderungen an Räume, Ausstattung und Personal. Die Wahl des Verpflegungssystems legt also langfristig fest, auf welche Art und Weise die Speisen hergestellt werden.

 

Quelle: Landkreis Marburg-Biedenkopf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.