Gesundes Mensaessen gefordert

Landeselternrat der Gesamtschulen traf sich in Löhne / Nach wie vor Essens-Probleme in der Gesamtschule

Löhne. „Eine doppelte Pommes Rotweiß und eine große Cola, bitte“: Dieses ebenso beliebte wie ungesunde Mahl führt bei häufigerem Genuss unweigerlich zu Übergewicht. Da jetzt schon viele Kinder und Jugendliche übergewichtig sind, sollten Kalorienbomben dieser Art besser nicht auf dem Speiseplan einer Schulmensa stehen. „Gesunde Ernährung und Bewegung müssen in der Schule gelebt werden“, fordert Jörg Nicolaye, Vorsitzender des Landeselternrats der Gesamtschulen, der zum Treffen nach Löhne eingeladen hatte.  Die Bertolt-Brecht-Gesamtschule setzt sich gleichermaßen für beide Themen ein, denn erst vor wenigen Tagen wurde die BBG zur „Bewegungsfreundlichen Schule in NRW“ gekürt und trägt seit Längerem das Siegel „Gute gesunde Schule“. „Wir legen nicht nur großen Wert auf Sportunterricht, sondern auch auf Bewegung im Klassenraum und in den Pausen“, erklärte Schulleiterin Rena Braun. „Bewegung und gesunde Ernährung müssen immer gemeinsam betrachtet werden, deshalb versuchen wir, auch in der Mensa eine gesunde Balance für die Schüler zu finden“, ergänzte Kerstin Weiß, Schulpflegschaftsvorsitzende der BBG. Die BBG arbeitet mit dem Caetering-Service Archimedes aus Bad Oeynhausen zusammen. Der Kiosk wird mittlerweile von der Gesamtschule in Eigenregie betrieben. Die Stadt hat als Schulträger mit Archimedes ein Gesamtpaket abgeschlossen. Laufzeit fünf Jahre. „Die Schule hat da kaum Handlungsmöglichkeiten“, erklärte Weiß, die dennoch auf Unterstützung der Stadt hofft. Gesunde Ernährung und Bewegung haben für alle Gesamtschulen einen hohen Stellenwert, denn Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen sind Ganztagsschulen. „Zu diesem Thema bieten wir verschiedene Workshops an“, erklärte Jörg Nicolaye, der den Workshop über Bewegung in der Schule leitete. „Daher muss auch jedes Kind ein Essen bekommen“, erklärte Wulf Bödeker, der in seinem Workshop die rechtlichen und organisatorischen Möglichkeiten des Mensabetriebs erklärte. Über diesen Workshop freute sich Sabine van der Poel von der Friedensschule in Münster, denn im Mensabetrieb gibt es einige Probleme an der Schule ihrer Kinder. „Die Mensa ist zu klein für die vielen Schüler, deshalb möchten wir wissen, ob wir Unterstützung bekommen.“ Was in einer Mensa angeboten werden sollte, erklärte Diätassistentin Sabine Jakob: „Die Gesellschaft und das Essverhalten verändern sich. Je älter Kinder werden, desto selbstbestimmter möchten sie leben.“  Kantinenbetreiber Thomas Hus gab seinen Zuhörern praktische und vor allem gesunde Tipps für das Leben in der Mensa. Ratschläge für das Leben außerhalb der Mensa verteilte Referent Meinhard Walenciak: „Schule muss auch Rückzugsort sein, weil die Schüler einen Großteil ihrer Zeit hier verbringen.“

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