Initiative Geldkarte: Aktuelle Studie Schulverpflegung

Immer mehr Familien bekommen finanzielle Unterstützung vom Staat, damit die Kinder in der Schule ein warmes Mittagessen erhalten, z.B. über das Bildungspaket. Auch fördert die Bundesregierung den Bau von Schulkantinen. Das Engagement scheint auf den ersten Blick bei den Kindern gut anzukommen, so das Ergebnis der aktuellen Studie von EARSandEYES, bei der im Juni im Auftrag der Initiative GeldKarte e.V. 300 Schüler deutschlandweit befragt wurden. So geben knapp die Hälfte (48 Prozent) der befragten Schüler an, dass ihnen das Essen gut schmeckt, sie verbringen auch gerne Zeit mit Freunden in der Mensa (48 Prozent). Aber ein zweiter Blick lohnt sich. Generell kommt das Mittagessen die Eltern teuer zu stehen: 79 Prozent von ihnen geben dem Nachwuchs pro Kind bis zu 5 Euro am Tag mit und weitere 5 Prozent sogar noch mehr. Doch nur ein Teil des Mittagsgeldes landet in der Mensa – beim gesünderen und meist günstigen Schulessen. Denn bei Bargeld ist die Verlockung groß, das Geld für Naschereien außerhalb der Schule auszugeben. Dabei gibt es bereits bargeldlose Bezahlsysteme, z.B. auf Basis der GeldKarte, mit denen die Kinder in der Mensa schnell und unkompliziert bezahlen und die Eltern nachvollziehen können, wofür ihre Kinder das Mittagsgeld verwenden.

Was machen Kinder mit dem Essensgeld?
59 Prozent der befragten Sprösslinge geben an, das Geld schon mal für etwas anders als Mensaessen ausgegeben zu haben. Vier Prozent erklären sogar, nichts davon in der Mensa auszugeben. Das Essensgeld wird beispielsweise für Süßigkeiten (51 Prozent) oder Erfrischungsgetränke (47 Prozent) am Kiosk eingesetzt. Nur 29 Prozent geben an, Wasser oder Säfte – also gesunde Getränke – zu erwerben. Bargeld in der Mittagsverpflegung kann Kinder dazu verleiten, das Essensgeld nicht wie von den Eltern vorgesehen für eine gesunde Mahlzeit in der Schulkantine auszugeben.

Alternativ setzen Schulen vermehrt auf bargeldlose, elektronische Systeme wie die GeldKarte. An 350 Schulen deutschlandweit hat sich das System der GeldKarte bereits bewährt. Die Eltern überweisen dazu das Essensgeld aufs Schülerkonto und der Nachwuchs kann den GeldKarte-Chip am Geldautomaten aufladen. Laut Studie haben rund zwei Drittel der Kinder den Chip bereits in ihrer Tasche, denn sie verfügen über ein Girokonto mit dazugehöriger girocard und GeldKarte-Chip. Und wenn Eltern nicht möchten, dass ihr Kind ein eigenes Konto eröffnet, können kontoungebundene, sogenannte White Cards, für das Mittagessen genutzt werden. Das Guthaben kann bei dieser Variante im Internet oder gegen Bargeld auf die Mensakarte geladen werden. Wer wissen möchte, ob das Mittagsgeld auf dem Chip tatsächlich für eine Mensamahlzeit verwendet wurde, kann mit einem Taschenkartenleser die letzten Ausgaben der Kinder nachvollziehen.

Keine Stigmatisierung bei der Essensausgabe
Für die Schüler ist das GeldKarte-System besonders bedienerfreundlich. Sie stecken ihre GeldKarte in das Bezahlterminal und wählen ein Menü aus. Der entsprechende Betrag wird vom Guthaben auf dem Chip abgebucht und ein Bon ausgedruckt. 20 Prozent der befragten Kinder erhalten das Mittagessen vergünstigt. Wichtig ist, dass sie sich dabei nicht stigmatisiert fühlen und die Subventionierung diskret abläuft. Deshalb wird bei dem GeldKarte-Kassensystem stets der gängige Preis angezeigt, Kassenpersonal und Mitschüler in der Warteschlange können nicht sehen, dass ein vergünstigter Preis abgebucht wird. Es muss auch kein Ausweis oder dergleichen vorgezeigt werden. Positiver Nebeneffekt: Die Kinder haben mehr von ihrer Pause, weil das umständliche Kramen nach Kleingeld entfällt und die Warteschlangen sich deutlich verkürzen.

Auch die Schule profitiert
Für die Schule ist die GeldKarte auch wirtschaftlich eine optimale Lösung. Einerseits entfällt das teure Bargeldhandling. Andererseits erlaubt der goldene Chip Planungssicherheit. Die Mahlzeiten können vorbestellt werden. So weiß der Caterer im Voraus, was eingekauft und wie viel gekocht werden muss. Auch Nachfragestatistiken zu bestimmten Tagen und Gerichten sind damit ein Leichtes. So können große Restmengen und Ungewissheiten vermieden werden. Das spart Kosten und ermöglicht hochwertige Kost zu günstigen Preisen. Auch kann die Sicherheit auf dem Pausenhof erhöht werden. Immerhin geben 16 Prozent der Kinder an, dass sie schon „angeschnorrt“ wurden und 11 Prozent sagen, dass sie sogar erpresst oder bestohlen wurden. Bei der Bezahlung ist das System besonders hygienisch, denn das Bezahlmedium wandert nicht wie Bargeld von Hand zu Hand. Auch das Cateringpersonal kommt nicht mit der Karte in Berührung, denn sie verbleibt beim gesamten Bezahlvorgang bei dem entsprechenden Schüler. Somit ist der goldene Chip eine Lösung, die die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt.

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