Keine Salmonellen im Schulessen

In den Lebensmittelproben, die vor vier Tagen in einer Schulmensa in Taunusstein genommen worden waren, sind keine Salmonellen. Jetzt gibt es einen weiteren Verdacht, was bei 17 Schülern und einem Lehrer einer Gesamtschule zu plötzlichem Erbrechen geführt haben könnte.

Taunusstein – Vier Tage nach dem Verdacht auf eine Salmonellenvergiftung von 17 Gesamtschülern und einem Lehrer hat der Rheingau-Taunus-Kreis Entwarnung gegeben. In den Lebensmittelproben aus der Schulmensa in Taunusstein seien keine Salmonellen gefunden worden, sagte Kreis-Sprecher Christoph Zehler am Freitag in Bad Schwalbach. Warum die Schüler und der Lehrer am Montag mit Magen-Darm-Beschwerden in eine Klinik mussten, stand zunächst noch nicht fest. Es stünden noch Ergebnisse der Tests auf Noroviren aus, die heftiges Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen auslösen können. Auch die Analyse der Stuhlproben werde noch erwartet. Angesichts der negativen Tests auf Salmonellen bei zugleich auffällig vielen Erkrankten vermutete Zehler: „Wahrscheinlich ist eine Ekelhysterie entstanden“, sagte Christoph Zehler in Bad Schwalbach.

Am Montag waren die Schüler mit Magen-Darm-Beschwerden in eine Klinik gekommen, die sie aber noch am selben Tag verlassen konnten. Die Kinder aus der fünften bis siebten Klasse hätten etwa eine Stunde nach dem Mittagsessen über Übelkeit geklagt, berichtete die Schule. Sofort seien Notärzte und Sanitäter gekommen. Laut Kreissprecher Zehler hatte zudem eine Gruppe aus einem benachbarten Hort in der Kantine gegessen – allerdings ohne anschließende Beschwerden. Salmonellen können Magen-Darm-Erkrankungen auslösen. Bei Risikogruppen wie Säuglingen, Kleinkindern, immungeschwächten und alten Menschen rufen sie möglicherweise schwere Erkrankungen hervor. Das Norovirus ruft starken Brechdurchfall hervor, die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch oder über Gegenstände.(dpa)


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