Eltern & Schule

„Die derzeit immer noch intensiv diskutierte PISA-Studie ergab, dass Schulerfolg teilweise von Familienfaktoren abhängt (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung 2004). Dies gilt vor allem für Deutschland: In keinem anderen Industrieland ist die soziale Herkunft so entscheidend für den Schulerfolg. Kinder aus Akademikerfamilien haben eine viermal größere Abiturchance als Kinder aus Facharbeiterfamilien. Selbst Unterschichtkinder mit besten Leistungen bleiben in der Hauptschule und wechseln nicht in weiterführende Schulen. Die Eltern bestimmen somit die Schullaufbahn ihrer Kinder durch ihre Leistungserwartungen, das Ausmaß ihrer Förderung der kindlichen Entwicklung und ihre Kontrolle, insbesondere der Hausaufgaben. Alle diese Untersuchungen verdeutlichen die große Bedeutung der Familie für das Kind. Offensichtlich ist, dass in der Familie extrem viel gelernt wird, vor allem Kompetenzen und Einstellungen, die für das ganze weitere Leben wichtig sind. Inwieweit solche Kompetenzen in der Familie ausgebildet werden, bestimmt den späteren Schul- und Lebenserfolg eines Kindes. Dies bedeutet für die Schule: Die Leistungen der Eltern dürfen keinesfalls unterschätzt werden. Unter dem Eindruck der PISA-Studie habe ich vor kurzem den Begriff der Erziehungspartnerschaft erweitert: Es sollte außerdem eine Bildungspartnerschaft zwischen Familie und Schule geben; Eltern und Lehrer/innen müssten auch bei der Bildung von Kindern kooperieren.

Das Ziel einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft ist relativ neu und passt so wenig zur „klassischen“ Definition der Beziehung zwischen Eltern und Lehrer/innen, dass besondere Anstrengungen notwendig sind, um es im System „Schule“ zu verankern. Deshalb gibt es in Deutschland viele Bestrebungen seitens der Kultusministerien der Länder zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Familie und Schule.“ (Martin R. Textor)

Zum Weiterlesen

Textor, M.R.: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft in der Schule. Gründe, Ziele, Formen. Norderstedt: BoD 2009, ISBN 3-8370-8890-1

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6 Gedanken zu „Eltern & Schule

  • 27. Februar 2012 um 20:58
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    Sehr geehrte Damen und Herren,
    wir suchen für unser Kind eine Grundschule in Leipzig, die BIO-Essen anbietet.
    Können sie uns weiterhelfen?
    Herzliche Grüße
    Marit Schendel

  • 29. Februar 2012 um 09:23
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    Wenden Sie sich bitte an:

    Initiative „Leipziger Netzwerk der Ess-Klasse“,
    ruwschneider@gmx.de
    Mobil: 01577 9579166

  • 11. Oktober 2012 um 09:51
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    Guten Tag,
    im Elternrat der GS Ohorn bei Pulsnitz tätig, möchten wir endlich loskommen von unserer Supergroßküche Laola. Doch das schein gar nicht so einfach zu sein. Wer kann uns bei diesem Prozess helfen? Ich hörte, dass öffentlich ausgeschrieben werden muss.
    Vielen Dank für Ihren Tipp.
    Mit freundlichen Grüßen
    Irina Felber

  • 11. Oktober 2012 um 10:02
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    Lieb Frau Felber! Ja, Schulverpflegung ist ein Ausschreibungsmarkt, wenn sie eine Schule sind, die zur öffentlichen Hand gehört. Es ist die Aufgabe der Schulleitung bzw. des Schulträgers in Zusammenarbeit mit den Eltern und Schülern.
    Bei konkreten Fragen helfen wir Ihnen gern weiter. Schreiben Sie uns doch: vorsitzender (at) Schulverpflegungev.net.

  • 12. Oktober 2012 um 15:52
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    Bei uns im Gymnasium wurde lange darum gekämpft den Essensanbieter zu wechseln, ab den vergangenen Schuljahr ist es endlich gelungen einen Anbieter zu finden der im Ort ist und auch dort kocht.
    Nun essen zumindest in den Klasse 5-7 fast wieder alle mit

  • 15. November 2012 um 15:27
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    Hallo, bei unserem Sohn am Gymnasium gibt es auch Bio-Essen aber leider schmecken die Kartoffeln da auch nicht besser als beim normalen Essen, das Problem ist einfach die Stundenlange Vorkocherei und das Warmhalten. Die Schulen müssten wieder selber kochen dürfen aber mit qualifizierten Köchen, die auch Ahnung haben was Kinder für Vitamine und Mineralien brauchen und dass das Essennicht imme rzerkocht ist und auch eine kreative Küche müsste es sein, unser großer Sohn ist an einer Schule wo jeden Tag gekocht wird, aber es schmekct nicht, weil es die alte Hausmannskost ist und das essen die Kinder nunmal nicht mehr so gern, weil wir das zu Hause auch nicht mehr essen und bei vegetarisch fällt dem Koch nicht viel ein…das geliche gilt für die Essenaanbieter und die vielen Zusatzstoffe dürfte es an Schulen gar nicht geben, die Kinder haben dort ja kaum eine Wahl.

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