KMK: Notwendigkeit einer Verankerung der Verbraucherbildung in der Schule

KMKDie Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann, hat im Juni im Verbund mit der Verbraucherschutzministerkonferenz und dem Verbraucherzentrale Bundesverband die Notwendigkeit einer Verankerung der Verbraucherbildung in der Schule bekräftigt. Die Länder überprüfen derzeit ihre Lehr- und Bildungspläne, Curricula sowie die Konzepte für die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften im Hinblick auf eine angemessene Behandlung von Konsumentscheidungen im Unterricht.

KMK Präsidentin Löhrmann„Die Verbraucherbildung an Schulen gehört zu den unverzichtbaren Bestandteilen der Allgemeinbildung“, so die Präsidentin. „Um den Schülerinnen und Schülern die notwendigen Kompetenzen zur Analyse, Bewertung und Reflektion von Konsumentscheidungen zu vermitteln, hat die Kultusministerkonferenz im September vergangenen Jahres nach einer intensiven Anhörung von verschiedenen Verbänden Empfehlungen zur `Verbraucherbildung an Schulen´ beschlossen. Sie folgen den Grundsätzen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung und schaffen die konzeptionelle Grundlage für eine ökonomische Grundbildung.“

Die Empfehlung zur „Verbraucherbildung an Schulen“ deckt folgende Bereiche ab:

  • Finanzen, Marktgeschehen und Verbraucherrecht
  • Ernährung und Gesundheit
  • Medien und Information
  • Nachhaltiger Konsum und Globalisierung

Deutschland hatte sich im März 2010 gegen eine Beteiligung an der Testung von `Financial Literacy` als zusätzliches Angebot im Rahmen von PISA 2012 ausgesprochen. Udo Michallik, Generalsekretär der KMK: „Ohne ein fundiertes Rahmenkonzept zur Testung der  `Financial Literacy`, das zum Zeitpunkt der Teilnahmeentscheidung nicht vorlag, ließ sich der pädagogische Nutzen einer Teilnahme Deutschlands an dieser Komponente nicht verlässlich einschätzen.“

Die Kultusministerkonferenz und die Konferenz der Verbraucherminister haben erst kürzlich vereinbart, Vorschläge für eine weiterführende Evaluation der Entwicklung von Verbraucherkompetenzen auszuarbeiten und best-practice-Beispiele zusammenzutragen. Dies soll auf der Grundlage vorliegender Studien geschehen.

Den Beschluss „Verbraucherbildung an Schulen“ finden Sie hier.

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