K(r)ampf um das Schwein in der Schulverpflegung

Das Bundeslandwirtschaftsministerium stellte fest: Schülern und Kindern wird zu viel Fleisch serviert. Wir erinnern uns, vor geraumer Zeit sorgte sich die Politik um den Verbleib von Schweinefleisch in den Speiseplänen von Schulen und Kitas. Die Bundesregierung hat jüngst das Angebot in genau diesen Einrichtungen als zu fleischlastig kritisiert. Man berief sich bei der Einschätzung auf Studien zur Schulverpflegung. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) war es, der sich besorgt gezeigte, dass Schweinefleisch zusehends von den Speiseplänen in Schulen verschwinde. Er hatte davor gewarnt, Schul- oder Kantinenessen aus Rücksicht auf Muslime einzuschränken: „Ich nehme es mit Besorgnis wahr, dass Schweinefleisch in Schulen und Kantinen vom Speiseplan genommen wird“.  Jetzt also die späte Einsicht? Oder nur eine populistische Forderung zur Bundestagswahl? Nicole Maisch, verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen reagierte darauf und forderte, dass der Bund ein Mitspracherecht bei der Schulverpflegung erhält. Das DNSV begrüßt dies sehr und hofft, dass bei den zukünftigen Koalitionsverhandlungen dies eine entscheidende Rolle spielt.  Schulpolitik darf nicht Ländersache bleiben, auch hier ist ein Neuanfang gefragt! Fazit: Wie kein kein Dampf gemacht, sondern nur die heiße Luft!

Fotoquelle: BMEL / Photothek / Thomas Trutschel