Kriterienkatalog für die Schulmensa

RAUM DENZLINGEN. Die Mitglieder der Verbandsversammlung der Gemeinden Denzlingen, Vörstetten und Reute forderten in ihrer jüngsten Sitzung am Mittwochabend eine genaue Aufstellung über die Arbeit des Betreibers der Schülermensa. Dieser nun von der Verwaltung zu erarbeitete Kriterienkatalog soll die Grundlage für die Arbeit eines jeden potenziellen Betreibers der Schülermensa werden. Seit 2003 versorgt der AWO-Ortsverein Denzlingen die Schüler mit Essen.

In der Denzlinger Schülermensa werden durchschnittlich täglich 180 Essensportionen von der AWO ausgeteilt – bei weiter steigender Nachfrage. Daher beschloss der Gemeindeverwaltungsverband (GVV), im kommenden Jahr eine neue Mensa im Bildungszentrum Denzlingen zu errichten. Im Rahmen dieser Umgestaltung der Mensa wurde nun jedoch die Frage laut, ob auch in Zukunft die AWO die Schulküche betreiben soll, oder ob es auch alternative Betriebe Interesse daran hätten.

„Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der AWO gemacht“, sagte Denzlinger Bürgermeister Markus Hollemann. Daher könne er sich auch gut vorstellen, dass die AWO diesen Bereich weiterhin übernehme, zumal die Ehrenamtlichen der AWO weitere, wertvollen Betreuungsangebote machten. Allerdings müsse noch geprüft werden, ob der Gesetzgeber eine Ausschreibung des Mensa-Caterings vorschreibt. Diese Frage im Vorfeld der Sitzung abzuklären, wäre nach Meinung von Otto Frey (CDU, Denzlingen) die Aufgabe der Verwaltung gewesen. Der Vörstetter Bürgermeister Lars Brügner und sein Amtskollege aus Reute, Michael Schlegel, lobten in der Runde das hohe Engagement und die gute Arbeit des AWO-Ortsvereins. Dennoch sei eine Analyse unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten sowie eine Darstellung der Leistungen der AWO in diesem Bereich nötig. „Wir bauen eine neue Mensa und dann ist es legitim nachzufragen, ob aus wirtschaftlichen Gründen auch andere Mensa-Caterer in Betracht kommen“, betonte Schlegel und bekräftigte damit die Meinung seines Amtskollegen Brügner. Der derzeitige Betrieb der Mensa wird mit rund 12 000 Euro im Jahr von dem GVV als Schulträger bezuschusst. „Dennoch müssen wir glücklich sein, dass wir die AWO haben“, sagte Hans Reidl (SPD, Denzlingen). Der Verein habe die Schulmensa gegründet und in all den Jahren viel dafür und somit auch für die Kinder und Jugend getan. Außerdem dürfen die 30 ehrenamtlichen Mitarbeiter in der Mensa nicht vergessen werden, die diese Aufgabe sehr gern und zuverlässig erledigten. Reidl: „Viele Gemeinden wären froh, sie hätten so eine AWO wie die unsere.“ Dass in der heutigen Zeit überall Kosten eingespart werden muss, ist nur allzu verständlich, sagte Volkmar Bensch (Grüne, Denzlingen) und stimmte daher einer Ausarbeitung eines Kriterienkatalogs zu. „Auch wenn wir am Ende alle für die AWO sind, vergeben wir uns nichts, wenn eine sachgemäße Aufstellung von der Verwaltung nun erarbeitet wird“, sagte Otto Frey. Besprochen wurde in der Sitzung zudem die Vergabe weiterer Arbeiten an der Pausenhalle der Grund- und Hauptschule in Reute. Verbandsbaumeister Harald Krapp und Dieter Hölken von der Planerwerkstatt Hölken-Berghoff erläuterten ihre Ausschreibungen zu den Dachabdichtungsarbeiten, Metallbau und Gipser-Putzarbeiten. Die Hauptposten sind dabei die Brandschutztüren und die neue Deckenkonstruktion. Die nun vergebenen Arbeiten liegen laut Bauamt dennoch im Kostenrahmen, lediglich der Abriss sei etwas teurer geworden als gedacht. Hier fielen Sondermüllgebühren für die Asphaltdecke an.
Bis jetzt, nachdem 75 Prozent aller Arbeiten vergeben sind, liegen die Mehrkosten bei 23 000 Euro. Insgesamt sollen die Kosten des Neubaus der Pausenhalle, die im Sommer 2011 fertig sein soll, sich auf rund 641800 Euro belaufen. Die Diskussion um die Ausweitung der Schulsozialarbeit wurde auf Januar 2011 vertagt.

Quelle: Badische Zeitung, 29.11.2010, Kriterienkatalog für die Schulmensa, (Schulträger lobt Arbeiterwohlfahrt als Betreiber des Mittagstischs für Schüler / Weitere Arbeiten an der Schule in Reute vergeben.)

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