Schulgärten und Ernährung

Im April 2013 wurde deshalb auf der Slow Food Messe in Stuttgart ein Kooperationsvertrag mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten e.V. (BAGS) geschlossen. Ziel ist, die Entwicklung der Schulgärten in Deutschland nicht nur durch die praktische Beteiligung von Slow Food Mitgliedern vor Ort, sondern auch durch gemeinsame fachliche und fachpolitische Initiativen zu stärken. Als eine erste gemeinsame Aktion findet eine Weiterbildungsveranstaltung zu Schulgärten und Ernährung  am 29./30. Juni in August-Heyn-Gartenarbeitsschule Berlin-Neukölln statt.  Schulgärten bieten einen idealen Ort der Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sinne der UN-Weltdekade der Vereinten Nationen 2005-2014. Der moderne Mensch hat – im Wortsinne – den Kontakt zum Boden verloren, auf dem seine tägliche Nahrung wächst. Gärten bieten dazu eine ganz konkrete Alternative. Sie sind Orte zum Einüben einer „ökologischen Lebenskunst“. „Ein Garten macht die Zusammenhänge des Lebens erfahrbar, die in der kommerzialisierten Konsumwelt verschüttet sind: Säen, pflegen, ernten und Saatgut gewinnen für das kommende Jahr sensibilisieren für die natürlichen Lebensgrundlagen“ so Prof. Lotte Rose von der Slow Food Deutschland Kinder- und Jugendkommission. „Wie von selbst taucht auch die Frage auf, wie die erzeugten Nahrungsmittel achtsam und möglichst geschmackvoll in der Küche verwertet werden können.“ Schulgärten, in denen der gesamte Kreislauf der Lebensmittelerzeugung tatsächlich bis zur kulinarischen Verwertung für junge Menschen zugänglich wird, bieten von daher eine große Chance für die erfahrungsbezogene praktische Bildung eines verantwortungsvollen und wissenden Essers und Konsumenten.

Weitere Informationen auf: www.slowfood.de/kinder_und_jugendliche/aktuelles/

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