Schulgarten vermittelt Wissen rund um ausgewogene Ernährung

Stuttgart (agrar-PR) – „Der Schulgarten ist ein optimaler Lernort, der dazu einlädt, selbst aktiv zu werden. Das wollen wir mit unserem Projekt „Komm in Form Lernort Schulgarten“ vermitteln. Schülerinnen und Schüler lernen, wie viel Spaß ausgewogene Ernährung und Bewegung machen. Für Lehrerinnen und Lehrer soll der Schulgarten das Unterrichtsangebot ergänzen“, sagte die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, anlässlich der Projektvorstellung am Dienstag am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Stuttgart-Sillenbuch.  Ein Schulgarten biete unzählige Möglichkeiten, den Schulalltag zu bereichern. Das Reifen von Obst und Gemüse würde miterlebt, das Verständnis für den Umgang mit der Natur geweckt und die Schülerinnen und Schüler kämen durch das Arbeiten im Schulgarten in Bewegung. „Als Klassenzimmer oder Labor im Grünen kann ein Schulgarten dazu beitragen, sowohl praktische als auch soziale Fähigkeiten einzuüben. Das wollen wir dauerhaft fördern und den Schulgarten an möglichst vielen Schulen als Lernort fest etablieren“, so die Staatssekretärin.

Potenzial der Schulgärten ausbauen

Derzeit gebe es an rund 40 Prozent aller Schulen in Baden-Württemberg einen Schulgarten. Dieses Potenzial noch weiter auszubauen, sei ein Ziel des gemeinsamen „Komm in Form“-Projektes des Ministeriums für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz mit dem Kultusministerium. Der Schulgarten solle noch besser in den Unterricht eingebunden und ein enger Bezug zum Bildungsplan hergestellt werden. Das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Stuttgart-Sillenbuch gehöre zu den sogenannten Leuchtturm-Schulen, die innerhalb des Projekts eine Vorreiterrolle einnehmen. „Die Erfahrungen, die hier gesammelt werden, sollen auch an andere Schulen weitergegeben werden“, sagte Gurr-Hirsch

Bei dem „Komm in Form“-Projekt zum Schulgarten gehe es darum, das Wissen rund um Schulgärten zu vernetzen und weiterzutragen. In Fortbildungsveranstaltungen, die seit vergangenem Herbst liefen, würden die Lehrerinnen und Lehrer erfahren, wie der Schulgarten noch besser in den Unterrichtsablauf eingebunden werden könnte. Zudem werde das Internetportal der baden-württembergischen Schulgartenarbeits­kreise weiter als Wissensplattform und zum Austausch ausgebaut. In einem nächsten Schritt sollten passgenaue Unterrichtsmaterialien zum Lernort Schulgarten erarbeitet werden. So seien spannende Themen wie „Gesundheit im Garten wachsen lassen – sekundäre Pflanzenstoffe“ oder „Duft und Geschmack – das Chemielabor der Pflanzen“ geplant. Zielgruppen seien besonders die Realschulen und Gymnasien, um dort die Schulgartenarbeit zu intensivieren.

Netzwerke knüpfen

„Uns ist wichtig, dass wir beim Lernort Schulgarten viele Partner mit ins Boot holen. Dazu gehören neben den Lehrerinnen und Lehrern auch die Fachleute aus den Gartenbauverbänden und dem Naturschutz. Die Erfahrung der Praktiker ist wertvoll, deshalb wollen wir sie direkt an die Schülerinnen und Schüler weitergeben“, betonte Gurr-Hirsch. Das Beispiel des „Stuttgarter Netzwerkes Schulgarten“, bei dem die Schulen mit Kleingartenvereinen, Naturschutzorganisationen sowie den Obst- und Gartenbauvereinen zusammenarbeiteten, zeige dies erfolgreich. Zudem habe der Landesverband der Gartenfreunde Baden-Württemberg e.V. mit der Etablierung einer eigenen Schulgartenbeauftragten ein überregionales und deutliches Zeichen für die Bedeutung dieses Lernorts gesetzt.

Jugendwettbewerb „Mein Freund der Baum – Ich tu was“

„Über das reine Gartenerlebnis hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler auch für andere Naturlebensräume sensibilisiert werden. Dazu gehören unter anderem die wertvollen Streuobstwiesen als Hort der Artenvielfalt“, so die Staatssekretärin. Vergangene Woche sei dazu der zweite Jugendwettbewerb „Mein Freund der Baum – Ich tu was“ ausgeschrieben worden, bei dem vorbildliche Jugendprojekte rund um das Thema Streuobst gefragt seien.

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