Schulleiter sehen erhebliche Gefahr in Social Media

Eine aktuelle Umfrage der Association of School and College Leaders (ASCL) https://ascl.org.uk hat gezeigt, dass beinahe ausnahmslos alle britischen Schulleiter glauben, dass Social Media die psychische Gesundheit ihrer Schüler schädigt und dass stärker gegen sexuelle Inhalte und Mobbing vorgegangen werden muss. In vielen Fällen hacken sogar Eltern online auf anderen Schülern herum. In der Befragung von 460 Führungskräften aus weiterführenden Schulen in Großbritannien gaben insgesamt 95 Prozent an, dass die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Schüler durch die Nutzung sozialer Medien im vergangenen Jahr merklich gelitten hätten. Fast jeder Befragte gibt an, dass er an seiner Schule schon mindestens einmal die Meldung erhalten hat, dass Schüler online gemobbt oder mit explizitem Material, wie sexuellen Inhalten oder Hassreden, konfrontiert würden. Vielen Schulleitern zufolge würde dies wöchentlich oder in einigen Fällen sogar täglich der Fall sein. Seitens der Schulleiter gibt es zudem Kritik am Verhalten einiger Eltern, die sich in den sozialen Netzwerken dem „Trolling“ anschließend oder online Gewalt androhen, um ihr Kind zu schützen. Dies seien oftmals auch Verzweiflungstaten, aber für Schüler eine zusätzliche Belastung. 93 Prozent der befragten Führungskräfte fordern neue Gesetze und Vorschriften, um sicherzustellen, dass Social-Media-Websites Kinder besser schützen. Viele Schulleiter berichten zudem, dass immer häufiger beobachtet werde, dass das Selbstbewusstsein ihrer Schüler sinke, nachdem idealisierte Fotos im Internet falsche Realitäten vorgaukeln würden. Zudem sei Schlafmangel ein häufiger Grund, warum die Teilnahme am Unterricht sinke. Diese Problematik verdeutlicht besonders auch eine vorangegangene Studie. Dieser zufolge halten sich Kinder im Alter von elf Jahren sogar noch nach Mitternacht im Social Web auf. (pte)