Schulverpflegung in Brandenburg

Die Ergebnisse der Schulbefragung zum Schulessen im Land Brandenburg ergeben folgendes Bild:  Immer mehr Schulen werden aktiv und erzielen dadurch schulspezifische Lösungen für ihre Mittagsversorgung vor Ort. In jeder dritten Schule gibt es bereits Gremien wie Mensa-AGs. Gleichzeitig verzichten  immer mehr Brandenburger Oberschüler  auf das Schulessen in der Kantine. Das liegt auch daran, weil sie für ihre Pause wenig Zeit haben. Vertragliche Vorgaben zur Speisenqualität existieren derzeit in zwei von drei Schulen. Derzeit zahlen Eltern in Brandenburger Grundschulen durchschnittlich 2,50 € pro Tag für das Mittagessen ihrer Kinder – in weiterführenden Schulen sind es 2,90 €. Eine Reihe von Schulträgern subventioniert zudem das Essen. Die Pausenzeiten für das Mittagessen sind in Schulen leider oft viel zu kurz. Für das Verlassen der Unterrichtsräume, den Gang zur Toilette und zum Händewaschen, für das Anstehen in der Mensa und das Finden eines freien Platzes sowie das Essen mit den Freunden bleiben den meisten Schülerinnen und Schülern insgesamt max. 30 Minuten Zeit. Gerade in großen Schulen mit langen Wegen zur Mensa und mit wenigen Sitzplätzen führt das oft dazu, dass dann auf das Mittagessen ganz verzichtet wird. In den Grundschulen nehmen die Essenteilnehmerzahlen tendenziell zu: 68% aller Schülerinnen und Schüler. Wohingegen in den weiterführenden Schulen die Akzeptanz deutlich geringer ausfällt (22%) – geringste Teilnahmen in der Schulform „Oberschule“ mit 18%.  Zum Vergleich: Im Schuljahr 2013/14 waren es noch 25 Prozent. Baaske sieht ein großes Problem darin, dass in jeder vierten Schule immer noch der Schulträger, also meist die Kommune, allein das Essensangebot bestimmt.

Quelle: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Foto: Verbraucherminister Stefan Ludwig, Bildungsminister Günter Baaske stellte in Potsdam die Ergebnisse der Schulbefragung zum Schulessen im Land Brandenburg vor.