Schulverpflegung im Landkreis Rems-Murr

Die Schulverpflegung war auch wieder ein Thema, mit der sich die sechste Kommunale Gesundheitskonferenz im Rems-Murr-Kreis befasste, die jüngst in Waiblingen tagte. Vanessa Holste hatte bereits im vergangenen Jahr die Ergebnisse ihrer Untersuchung im Rahmen einer Bachelorarbeit vorgestellt. DNSV berichtete darüber und Vanessa war Gast beim 11. dt. Kongress SV in Berlin 2017. (im Foto links auf dem Kongress) In Ihrer Arbeit wurde schon damals deutlich, dass keine Schule im Kreis die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) umsetzt.

© Foto: Landratsamt Rems-Murr-Kreis
© Foto: Landratsamt Rems-Murr-Kreis

Nun stellte Frau Holste die Gründe hierfür vor – die sie im Rahmen ihrer Masterarbeit untersucht hat. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Zweifeln an der Umsetzbarkeit, fehlender Kompetenz, mangelnden Partizipationsmöglichkeiten bis hin zu großer Auslastung der Schulleitungen. Holste empfahl verschiedene Ansatzpunkte. Es bedarf Unterstützung, besserer Vernetzung der Akteure vor Ort und kompetenter Ansprechpartner auf kommunaler Ebene. Vorhandene Kompetenzen im Landkreis sollten genutzt und multipliziert werden. So ist aktuell z. B. eine Mensa in Welzheim im DGE-Zertifizierungsverfahren. „Hiervon können auch andere Schulen im Landkreis profitieren“, so Vanessa Holste. Letztlich sieht sie vor allem im Austausch zwischen den Akteuren einen wichtigen Schlüssel zum Erfolg.

„Als Vater von zwei Kindern ist mir dieses Thema sehr wichtig“, betonte Landrat Dr. Richard Sigel. Er regte an, das Kompetenzzentrum Ernährung– das im Kreislandwirtschaftsamt angesiedelt ist – einzubeziehen und die Ergebnisse zu nutzen, um konkrete Verbesserung vor Ort zu erreichen.

Quelle: Landratsamt Rems-Murr-Kreis