SPD antwortet dem DNSV zur EU-Wahl

Wahl des Europäischen Parlamentes am 25. Mai 2014. Antworten der SPD zum Fragenkatalog des Deutschen Netzwerk Schulverpflegung e. V.: „Eine gesunde, ausgewogene und gute Ernährung ist eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Bildungsbiografien. In Verbindung mit einer zeitgemäßen Ernährungsbildung bildet sie die Grundlage für positive Präventions- und Gesundheitseffekte. Für die SPD kommt einer qualitativen, diskriminierungsfreien Schulverpflegung hierbei eine Schlüsselrolle zu, zumal sie in steigendem Maße genutzt wird und als soziales Gemeinschaftserlebnis den schulischen Zusammenhalt zu stärken vermag. Die Schulverpflegung bietet auch zusätzliche Chancen, insbesondere auch Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien besser zu erreichen. 

Eine gute Schulverpflegung sollte sich nach Auffassung der SPD grundsätzlich an den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientieren. Das ist gegenwärtig allerdings nicht überall der Fall, insbesondere Kostengründe werden von Ländern und Kommunen als Hürde angeführt. Eine hinreichend qualitative Schulverpflegung ist derzeit nicht flächendeckend ausreichend finanziert. Gute Ernährung darf aber nicht an der angespannten Haushaltslage der öffentlichen Hand scheitern. Mehrkosten für eine gute Schulverpflegung müssen aufgaben- und lastengerecht aufgeteilt werden. Auch der Bund steht in der Pflicht, Länder wie Kommunen durch geeignete Maßnahmen in die Lage zu versetzen, diese Aufgabe auch erfüllen zu können.

Gute Ganztagsschulen bieten ebenfalls hervorragende Rahmenbildungen für eine zeitgemäße Ernährungsbildung und Förderung der sozialen Funktion gemeinsamen Mittagessens. Ganztägige Angebote bieten zusätzliche Chancen, Fragen der Ernährung, der Lebensmittelwirtschaft und auch der ökonomischen Haushaltsführung pädagogisch-konzeptionell zu verbinden und in vielfältigen methodisch-didaktischen Ansätzen und Formaten sowie auch professionsübergreifend zu bearbeiten.

Die SPD strebt eine qualitativ hochwertige Verpflegung der Kinder und Jugendlichen in Kinderta-gesstätten und Schulen zu angemessenen Preisen im gesamten Bundesgebiet an. Hierzu soll der Gesetzgeber bei der Umsatzbesteuerung die Gestaltungsspielräume nutzen, die das für Deutschland verbindliche europäische Rahmenrecht einräumt, um die nicht gewinnorientierte Verpflegung durch kommunale Einrichtungen und Fördervereine der Eltern zu begünstigen.“

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.