Studie zur Verpflegungssituation an sächsischen Schulen

Aufgrund zahlreicher Ganztagsangebote in Sachsen verbringen Kinder und Jugendliche einen Großteil ihrer Zeit in Tageseinrichtungen und Schulen. Die Verpflegungsangebote in diesen Einrichtungen haben daher neben dem Elternhaus einen großen Einfluss auf ihre Ernährung. Die Auswahl und Qualität der Speisen entspricht allerdings nur unzureichend den wissenschaftlichen Empfehlungen für eine vollwertige Ernährung. So zeigt eine aktuelle Erhebung und Analyse zur Verpflegungssituation, durchgeführt von der TU Dresden im Auftrag der Sächsischen Staatsministerien für Soziales und Verbraucherschutz sowie für Kultus und Sport, dass das Speisenangebot durchschnittlich zu viel Fleisch und verarbeitete Kartoffelprodukte, dagegen zu wenig unpanierten Seefisch, frisches Gemüse und Obst enthält. Zudem wirken sich die oftmals zu langen Warmhaltezeiten von über zwei Stunden negativ auf die Qualität der Speisen aus. Positiv hervorzuheben ist, dass in den meisten Einrichtungen eine warme Mittagsmahlzeit angeboten wird. Die Studie bestätigt allerdings das abnehmende Interesse von Schülern an der Schulspeisung mit dem Alter. So nehmen in den Klassen eins bis vier noch ca. 73% der SchülerInnen teil, in der Oberstufe hingegen nur noch 23%. Mögliche Gründe für die rückläufige Beteiligung liegen unter anderem an dem wenig altersgerechten Ambiente der Essensräume sowie den knapp bemessenen Essenszeiten. In vielen Einrichtungen bleiben den Schülern nur 30 Minuten oder weniger Zeit für das Essen – einschließlich der Wege- und Wartezeiten.

(Quelle: www.vernetzungsstelle-sachsen.de )

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