Trend zum regelmäßige Auslassen des Frühstücks unter Jugendlichen hat zugenommen

Karstadt & DNSV organisierten gesunde Schulfrühstückstüten in der Grundschule Glienicke

Das Frühstück gilt als die wichtigste Mahlzeit des Tages.  Es hat sich zudem in den letzten Jahren gezeigt, dass das regelmäßige Auslassen des Frühstücks unter Jugendlichen zugenommen hat.  Während 65,4% der Kinder und Jugendlichen an jedem Schultag frühstücken, tun dies 20,4% der Kinder und Jugendlichen nie. Mädchen und Jungen unterscheiden sich geringfügig in der Häufigkeit des Frühstücks an Schultagen: Jungen frühstücken häufiger als Mädchen, in der Gruppe der 13-Jährigen und in der Gesamtgruppe ist dieser Unterschied signifikant. Da ein deutlicher Rückgang in der Häufigkeit des täglichen Frühstücks allerdings im Altersverlauf beobachtbar ist, sind insbesondere Interventionen zu entwickeln, die stärker auf Jugendliche ausgerichtet sind. Es müssen hier verstärkte Anstrengungen unternommen werden, um Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund und niedrigem sozioökonomischen Status zu erreichen.Bei beiden Geschlechtern verringert sich der Anteil derjenigen, die an Schultagen täglich frühstücken, von den 11- zu den 15-Jährigen deutlich (-17,2 Prozentpunkte bei Mädchen, -18,2 Prozentpunkte bei Jungen). Ein klarer Trend ist für den familiären Wohlstand bei Mädchen und Jungen zu beobachten: je höher dieser ist, desto häufiger wird an Schultagen täglich gefrühstückt. Bei beiden Geschlechter verringert sich der Anteil derjenigen, die an Schultagen täglich frühstücken, von den Jugendlichen ohne Migrationshintergrund über einen einseitigen bis hin zu einem beidseitigen Migrationshintergrund in ähnlicher Größenordnung (-13,1 Prozentpunkte bei Mädchen; -12,9 Prozentpunkte bei Jungen). Der Anteil derjenigen, die nie an Schultagen frühstücken, ist mit 33,6% bei den Mädchen mit niedrigem familiärem Wohlstand am höchsten, gefolgt mit 32,0% von Mädchen mit beidseitigem Migrationshintergrund.

Quelle: HBSC-Team Deutschland (2011). Studie Health Behaviour in School-aged Children – Faktenblatt „Häufigkeit des Frühstücks bei Kindern und Jugendlichen”. Bielefeld: WHO Collaborating Centre for Child and Adolescent Health Promotion.

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