Universität Vechta und DNSV wollen gemeinsame Wege gehen

Zu einem ersten Arbeitsgepräch weilte der Vorsitzende des Deutschen Netzwerkes Schulverpflegung e.V.,  an der niedersächsischen Universität Vechta. Die Universität ist die bedeutendste Bildungseinrichtung im Oldenburger Münsterland und liegt zentral zwischen Bremen, Oldenburg und Osnabrück. Mit heute rund 3.200 Studierenden und elf verschiedenen Studiengängen ist sie  eine junge Campushochschule, die sich seit ihrer Selbständigkeit 1995, der Integration der Katholischen Fachhochschule 2005 und mit der Umbenennung in Universität 2010 dynamisch entwickelt hat. Bei seinem Treffen mit Prof. Dr.  Martin Winter, Vizepräsident für Forschung und Nachwuchsförderung und  Prof. Dr. Steffen Wittkowske, Institut für Didaktik der Mathematik und des Sachunterrichts (IfD), wurden die Fragen einer Zusammenarbeit des DNSV und der Universität Vechta auf dem Gebiet der theoretischen und praktischen Ausbildung von Lehramtsstudenten im Bereich Ernährungserziehung und -bildung beraten. Ausgewählte schulische Richtlinien und zahlreiche Schulprogramme definieren mittlerweile die Gesundheits- und Ernährungsbildung sowie Verbraucherorientierung als wichtige Bestandteile des Bildungs- und Erziehungsauftrages. In diesem Rahmen kommt auch der Schulverpflegung eine bedeutende Rolle zu und das pädagogische Personal in den Schulen,  muss auch diesen Anforderungen  Rechnung tragen. Ernährungserziehung und  -bildung, sowie die  Schulverpflegung, werden dann ein Bestandteil der Schulphilosophie/Schulprojektes, wenn sie individualisiert und auch von den Lehrern gelebt werden. Das Thema „Essen & Trinken in der Schule“ erhält damit einen besonderen Stellenwert, der  Schule und damit den Lehrern erwächst die Verantwortung, sich mit pädagogischen, ernährungswissenschaftlichen, wirtschaftliche und ökologische Aspekte auseinanderzusetzen, mit dem Ziel,  Kinder und Jugendlichen Kompetenzen einer gesunden Lebensführung zu vermitteln. Das DNSV und die Universität planen deshalb eine Zusammenarbeit und den Aufbau eines Interdisziplinären Forschungsclusters, welches sich auf der Basis von Forschung und Lehre an der Universität Vechta, im Rahmen des einzuführenden Faches „Haushalt, Konsum, Arbeit und Technik“ (HKAT), u.a.  den  praktischen und theoretischen Fragen des Komplexes  „Essen & Trinken in der Schule“ stellt. Das DNSV wird all seine Kompetenz in die Waagschale werfen, so der Vorsitzende, um dieses Programm aktiv mit zu tragen.

Die Fokussierung der Universität auf den ländlichen Raum  ist dafür eine gute Basis. Mit dieser strategischen Orientierung bietet sie einen gute Vorrausetzung für eine intensive Auseinandersetzung mit dem Schwerpunkt „Regionalität“ und „regionale Wertschöpfung“, denn eine Schulverpflegung, die mit einem hohen Anteil an regionalen Produkten im Speisenangebot einhergeht ist wesentlicher Teil der Biodiversität. „Insoweit handelt es sich  um ein innovatives Vorhaben, das in seiner Ausrichtung auf die Lehramtsstudierenden – auch unter Einbeziehung des Lernortes Schulgarten – neue Wege geht, und der Universität Vechta ein weiteres wichtiges Alleinstellungsmerkmal verschafft“, so Prof. Wittkowske.

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