Warmes Essen statt warmer Worte

Von der Leyens Paket für Schulessen ist gescheitert. Zur Anhörung im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu Schulernährung erklärten Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik, und Markus Tressel MdB: Alle Expertinnen und Experten haben in der Anhörung den Nutzen einer guten Schulernährung unterstrichen. Kinder und Jugendliche nehmen ihre Mahlzeiten zunehmend außerhalb des Elternhauses ein. Jedes dritte Kind geht ohne Frühstück in die Schule, aber mit leerem Magen lässt sich nicht lernen. Der Auf- und Ausbau von guten Verpflegungsangeboten in Schulen ist überfällig. Die Fachleute haben deutlich gemacht, dass ein flächendeckender Ausbau nur mit Hilfe von Bundesgeldern gelingen kann. Die Investition lohnt sich, denn der Bundeshaushalt ist mit jährlich 70 Milliarden Euro für ernährungsbedingte Erkrankungen belastet. Das „Bildungspaket“ von Frau von der Leyen ist nach Ansicht der Fachleute gescheitert. Kinder von Hartz IV-Empfängern sollten über das Paket eine warme Mittagsmahlzeit erhalten. Jedoch gibt es an vielen Schulen noch gar kein Essensangebot. Darüber hinaus ist das Gutschein-System so bürokratisch ausgestaltet, dass es von den meisten Betroffenen gar nicht in Anspruch genommen wird.

Wir fordern seit Jahren gemeinsam mit Wohlfahrtsverbänden ein Bund-Länder-Programm zur Schulverpflegung. Bund und Länder stehen in der Pflicht, umgehend ein umfassendes Konzept für die Schulernährung, unter Einbeziehung aller Schulformen und der bestehenden Schulobst- und Schulmilchprogramme, vorzulegen. Die Anhörung hat bestätigt, dass die Vernetzungsstellen für Schulverpflegung in den Bundesländern wichtige Arbeit in diesem Bereich leisten. Als erster Schritt ist nun die Finanzierung der Vernetzungsstellen nach 2013 sicher zu stellen.

Quelle: Bundestagsfraktion, Bündnis90/Die Grünen, 30.11.2011

Ein Gedanke zu „Warmes Essen statt warmer Worte

  • 21. Dezember 2011 um 17:50
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