15. Deutsche Kongress Schulverpflegung gab neue Impulse
Es war wieder eine sehr erfolgreiche Veranstaltung, die diesmal den Blick auf die Gestaltung der Rahmenbedingungen einer optimalen Schulverpflegung lenkte. Als Gesellschaft stehen wir in der Verantwortung, unseren Kindern ein Umfeld zu bieten, in dem sie gesund aufwachsen können. Die Schulverpflegung ist dabei ein zentraler Baustein – und sie ist Gemeinschaftsaufgabe, so die einhellige Meinung nicht nur der Referenten, wobei man sich im Klaren sei, dass die Qualität der Ernährung der Kinder nicht nur eine Frage des guten Geschmacks sei, sondern auch der der gesellschaftlichen Verantwortung. Denn eine ausgewogene und gesunde Verpflegung lege den Grundstein für die Entwicklung, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit aller Kinder.
Gerade die aktuelle Situation zeige, dass die Schülerzahlen in Deutschland bis zum Jahr 2040 voraussichtlich weiter steigen werden. Diese Entwicklung stellt Schulen vor neue Herausforderungen – nicht zuletzt im Bereich der Verpflegung. Es gelte, Lösungen zu finden, wie zukünftig eine ausreichende und hochwertige Versorgung für alle Schülerinnen und Schüler sicher gestellt werden könne. Man müsse Schule endlich neu denken und deren Strukturen der Gegenwart anpassen. Mehr Kinder bedeuten auch mehr Verantwortung. Die steigenden Zahlen erfordern nicht nur eine bessere Organisation, sondern auch innovative Konzepte, um allen Kindern – unabhängig von Herkunft und sozialem Umfeld – den Zugang zu ausgewogener Ernährung zu ermöglichen. Dafür seien umfassende intelligente, einfache und flexible Lösungen notwendig. Im Rahmen des Kongresses berichteten Referenten von genau solchen Lösungen und verdeutlichten die Hemmnisse und Schwierigkeiten vor denen Kommunen und Firmen bei deren Umsetzung ständen. Diskussion und offener Austausch bilden dafür die Basis. Der Kongress war dafür ein anschauliches Beispiel.
Was Eltern und Schüler von der Schulverpflegung wirklich wollen, sei dabei die zentrale Frage. Optimale Ernährung in der Schule ist längst mehr als ein Nischenthema für Ernährungsexperten. Sie prägt nicht nur die Konzentrationsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Kinder, sondern spiegelt auch gesellschaftliche Erwartungen wider. Vor diesem Hintergrund haben das Deutsche Netzwerk Schulverpflegung (DNSV) und die Professional Card Administration GmbH (PCA) in einer repräsentativen Onlineumfrage, aus dem Sommer 2025, die Wünsche und Erwartungen von Eltern sowie von Schülerinnen und Schülern an das Schulessen abgefragt. In seiner Keynote ging Matthias Grädener, Geschäftsführer der Hamburger Firma PCA auf einige westliche Ergebnisse ein.
Die Befragung ergab, dass viele Eltern mit der aktuellen Versorgungssituation unzufrieden sind. Häufig werden mangelnde Auswahl, zu hohe Preise und Qualitätsdefizite bemängelt. Zahlreiche Eltern wünschen sich mehr Transparenz über die Herkunft der Lebensmittel und eine kindgerechte Speiseplanung. Die Sicht der Schülerinnen und Schüler unterscheidet sich in einigen Punkten von der der Eltern. Zwar sind auch ihnen Geschmack und Sättigung wichtig, aber vor allem wünschen sie sich mehr Mitbestimmung bei der Menüauswahl. Viele Schülerinnen und Schüler empfinden das Angebot als eintönig und wünschen sich mehr Abwechslung – zum Beispiel vegetarische oder internationale Gerichte.
Eine Versteigerung zu Gunsten von Mary’s Meals erbrachte 500 €. Zum Hintergrund: Mary’s Meals versorgt heute täglich über 3 Millionen Kinder mit Schulmahlzeiten. Mit nur nur 22,00 € kann ein Kind ein ganzes Schuljahr lang mit einem täglichen Essen in der Schule zu versorgt werden.















