BAGS/Schulgartenarbeit und Ernährungskompetenz

Die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. (DGG) und der Vorstand der BundesArbeitsGemeinschaft Schulgarten (BAGS) veranstalteten in Berlin ein Treffen mit den in/von den Kultusministerien der Länder Beauftragten in Sachen Schulgarten sowie den Referenten für Gartenbau im Bund und in den Ländern, anwesend war auch der Vorsitzende des Deutschen Netzwerkes Schulverpflegung. Neben Berichten über die Schulgartenarbeit im Bund und den Ländern – der Freistaat Thüringen ist das einzige Land mit einem eigenständigen Grundschulfach Schulgarten – standen Fragen eines neuen Bundes Schulgartenwettbewerbes im Mittelpunkt der Beratung. Prof. Dr. Hans-Joachim Lehnert, PH Karlsruhe gab einen anschaulichen Bericht zum Thema „Schulgarten als Lernort“ und die Schulgarten-Kampagne 2007 der Royal Horticultural Society in England. Einig war man sich darüber, dass mit der Schulgartenarbeit neben fachlichen vor allem pädagogische Ziele verfolgt werden müssen. Mit dem Ziel, die Schulgartenarbeit voranzubringen, so, Lehnert, gab es in den vergangenen Jahren bundesweite, landesweite und regionale Schulgartenwettbewerbe. Er glaube nicht, dass sie die erwünschte Breitenwirkung brachten. Möglicherweise muss nach Alternativen gesucht werden. Es gibt mehr Schulgärten als gemeinhin angenommen. Sein Fazit: „Naturerfahrungen in der Kindheit sind prägend für die spätere Wahrnehmung biologischer Vielfalt. Am Lernort Schulgarten können Kinder entsprechende Erfahrungen sammeln. Nicht nur aus diesem Grund besitzen Schulgärten eine tragende Rolle für das Lernen. Schulgärten vereinen die positiven Eigenschaften der außerschulischen Lernorte, z.B. die „originale Begegnung“ oder die „Authentizität des Lernens“, mit der ständigen Präsenz, der leichten Erreichbarkeit und der Einbeziehung in das Schulleben.“Prof. Dr. Steffen Wittkowske, Vorsitzender BAGS brachte die Zielvorstellungen der zukünftigen Arbeit dabei auf den Punkt: “ Die Zielvorgabe des BAGS ist eine Aus- und Fortschreibung des Unterrichtsfachs Schulgarten in den Curricula aller Bundesländer mit einheitlichen Standards und die Anerkennung der Schulgartenlehrer, auch über eine Lehreraus-, -fort- und -Weiterbildung. In Prüfungs- und Studienordnungen für die Lehrämter sind Inhalte zur Arbeit im Schulgarten und für das Umgehen mit Natur nur vereinzelt nachweisbar. Defizitär sind zudem Fort- und Weiterbildungsangebote zum Schulgarten. Hier sehen die DGG und die BAGS dringenden Handlungsbedarf und einen breiten gesellschaftlichen Dialog.“  Bildung für Nachhaltigkeit gilt als zukunftsweisendes Konzept und ist das modernste Aufgabenfeld der Schule. Ökologisierung von Schule, Verbraucherkompetenz und Ernährungserziehung kann einzigartig über den Schulgarten, der im Besonderen das Leben und seinen Prozess widerspiegelt, verwirklicht werden. Dafür müssen Schulaußenräume als Schulgärten erhalten, wieder belebt und neu gestaltet werden. Schulgartenarbeit bildet nachhaltig und erzieht im humanistischen Sinne. Hier gibt es einen unmittelbaren Schulterschluss zur Schulverpflegung und seinem Netzwerk, betonte Dr. Michael Polster und erklärte die Bereitschaft des DNSV zu einer aktiven Mitarbeit im BAGS und der DDG.

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