„Berliner Methode“ für die Zukunft

Das Ziel ist die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln in der Region zu erhöhen, um damit die Wertschöpfungskette der regionalen Anbieter zu stärken, so Verbraucherschutzsenator Dirk Behrendt (Grüne) auf der Pressekonferenz zum zweijährigen Jubiläum des Projekts “ Kantine Zukunf „, welches mit 1,15 Millionen Euro im Jahr gefördert werde. Vorbild dafür war das  „Københavens Madhus“, dem Kopenhagener Ernährungshaus, die den Bio-Anteil in den kommunalen Küchen der Stadt in den vergangenen Jahren auf 90 Prozent gebracht hatte. Der Bioanteil von 90 Prozent war in einigen der Küchen schon 2016 erreicht. Und drei Jahre später hatten schon 14 Kopenhagener Schulen in Zusammenarbeit mit dem Madhus ihre eigenen Kochschulen aufgemacht und ließen jedes Schulkind nicht nur jeweils für eine Woche pro Schuljahr selbst Mahlzeiten zubereiten, sondern brachten ihnen dabei auch die Grundbegriffe von Lebensmittelkunde, Hygiene und Nachhaltigkeit bei. Doch dann schrieb die Stadt schrieb die Aufträge, die bislang Madhus übertragen worden waren, neu aus unter Berufung auf EU-Ausschreibungsregeln au, vorher wurden diese bis zu über 80 Prozent durch die Stadt finanziert, ein Großteil dieser Einnahmen brach nun weg und 2019 war man pleite. Ursachen sahen die Macher vor allem in der nicht mehr existierenden Unterstützung durch die Kommunale Politik. Mit der Berliner Methode soll dies nun anders funktionieren. Bislang beschäftigt die Kantine Zukunft ein Team aus zehn interdisziplinären Mitarbeitern, darunter vier ausgebildete Köche, und berät fast 60 Küchen in elf Berliner Bezirken, zum Beispiel die Kantinen der Berliner Verkehrs- und Wasserbetriebe sowie die der Stadtreinigung. Hinzu kommen Kitas, zunehmend auch Krankenhäuser und Seniorenheime. In Vorcoronazeiten wurden von die teilnehmenden Küchen aktuell rund vier Millionen Essen im Jahr produziert. Die Berliner Kantine Zukunft wurde iim Rahmen der Berliner Meisterköche mit einem Innovationspreis ausgezeichnet.

Foto: Gastronomischer Innovator 2021: Kantine Zukunft. v.l.n.r.: Patrick Wodni, Dr. Philipp Stierand © Insa Hagemann