Bundesregierung startet neue Kampagne der maximalen Unverbindlichkeit

Nicht nur Deutschland leidet unter der Flut der Lebensmittelvernichtung. Laut einer Studie des World Wide Fund For Nature (WWF) werden in Deutschland jährlich 18 Millionen Tonnen Lebensmittel vernichtet. Das ist ein Drittel der gesamten Produktion. Bis 2030, so das Ziel der Vereinten Nationen, soll die Lebensmittelvernichtung um 50 Prozent gesenkt werden. Alarmierende Zahlen die zum schnellen Handeln auffordern. Verzweifelt versucht die Bundesregierung, die Lebensmittelverschwendung in Deutschland einzudämmen. Dazu hat sie nun eine „nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung“ beschlossen, die aus vier Handlungsfeldern bestehen soll, dazu wolle man in fünf „Dialogforen“ mit Vertretern von Unternehmen, Verbänden, Ländern und Wissenschaft konkrete Maßnahmen zum Eindämmen von Nahrungsabfällen erarbeiten. Definiert werden sollen Zielmarken, die die jeweiligen Bereiche – auf freiwilliger Basis – umsetzen sollen. Hochtrabende Worte – wie eine „vereinte Kraftanstrengung“ und wieder der „Appell an die Freiwilligkeit“ – sind der Tenor der Kampagne. Es wird belehrt und angeprangert; dies taten auch schon die Vorgänger im Amt der amtierenden Landwirtschaftsministerin Klöckner, die es nun mit wiedermal mit ihren bekannten freiwilligen Selbstverpflichtungen richten will. Gesetzliche Regelungen vermisst man leider in der Strategie. Ursachenbekämpfung verkommt damit leider zur PR-Aktion, denn „wer den Sumpf trockenlegen will, darf nicht die Frösche fragen!„.