Deutschen Schulen ist Gründerwissen egal

Basiswissen zur Gründung eines Unternehmens spielt an deutschen Schulen keine Rolle, wie aus dem neuen „Startup Report 2021“ http://bit.ly/3C5piUj des Berliner Digitalverbands BITKOM http://bitkom.org hervorgeht. Demnach bestätigen 95 Prozent der rund 200 befragten Tech-Start-up-Gründer diesen Missstand. Und vier von zehn sagen sogar, dass Lehrer dem Thema Gründung und Selbstständigkeit ablehnend gegenüberstanden.

„Schulen sollten zumindest grundlegendes Wissen über Unternehmensgründungen vermitteln – und vielleicht auch ein bisschen Lust darauf machen. Da fast allen Lehrern entsprechendes akademisches oder Erfahrungswissen fehlt, sollten die Schulen mit Start-ups zusammenarbeiten. Die Lebensrealität der meisten Lehrerinnen und Lehrer ist nun mal sehr weit weg von der selbstständigen Unternehmensführung“, konstatiert BITKOM-Präsident Achim Berg.

Kultur bewirkt Versagensängste

Dabei könnte es sich lohnen, mehr junge Menschen für eine Start-up-Gründung zu begeistern. So sagen 91 Prozent der befragten Gründer, sie würden sich mit ihren aktuellen Erfahrungen erneut für eine Gründung entscheiden – und das, obwohl 62 Prozent angeben, dass es ihnen sowohl an Zeit für die Gründung selbst als auch an jener für Freundschaften gefehlt hat. 50 Prozent beklagen sogar einen Mangel an Zeit für Partnerschaft und Kinder.

29 Prozent der Gründer räumen zudem ein, dass sie manchmal Angst haben, mit ihrem Start-up zu scheitern und dann als Versager zu gelten. „Wir brauchen in Deutschland eine Kultur der zweiten und dritten Chance. Wer mit seiner Idee scheitert, hat nicht versagt, sondern ist für den nächsten Versuch besser gerüstet“, unterstreicht Berg und fordert abschließend: „Diese Mentalität müssen wir bereits in der Schule vermitteln.“ (pte)