Erlaubt ist, was nicht verboten ist

Fertigprodukte sollen künftig weniger Salz, Zucker und Fett enthalten. Freiwillig soll die Industrie das umsetzen, so der Plan von Ernährungsministerin Klöckner. Der deutsche Sonderweg, eine Reduzierung von Zucker, Salz und Fett in Fertiglebensmitteln nur freiwillig und im Konsens mit der Industrie zu erreichen, müsse bereits jetzt als gescheitert angesehen werden, zu diesem niederschmetternden Ergebnis kommen zahlreiche Experten und die Wissenschaft. So fordern sie verbindliche Vorgaben vom Staat, etwa Zuckersteuern, wie sie etliche Staaten wie Großbritannien und Mexiko eingeführt haben. Die Politik Verpflichtung ohne Verbindlichkeiten müsse nun endlich ein Ende haben. Eine Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie ändere dies leider nicht, denn: „Erlaubt ist, was nicht verboten ist!“. Deshalb lehne die Deutsche Diabetes Gesellschaft eine Teilnahme in dem begleitenden Expertengremium zu Klöckners Reduzierungsstrategie ab.