Geld für Schulessen nach dem“Potsdamer Modell“

In der Corona-Krise sollen Kommunen Bundesmittel auch dafür nutzen können, bedürftigen Kindern ein kostenloses Mittagessen nach Hause zu liefern. Am Montag würden die Kommunen per Rundschreiben darüber informiert, dass sie die Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket flexibler einsetzen dürften, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) beim Besuch einer Küche für Schulessen in Potsdam am Freitag. Zum Anlass genommen habe er das „Potsdamer Modell“. In der brandenburgischen Landeshauptstadt erhalten laut der Potsdamer Beigeordneten für Bildung und Jugend, Noosha Aubel, normalerweise etwa 2500 Kinder und Jugendliche aus bedürftigen Familien ein kostenloses oder kostengünstiges Mittagessen in ihren Schulen oder Kitas. Aktuell haben sie die Möglichkeit, sich die Mahlzeit nach Hause liefern zu lassen. 1000 Kinder aus 500 Haushalten nähmen das Angebot wahr. Den Potsdamer Ansatz nannte Heil bei seinem Besuch „preußische soziale Flexibilität“. Auch andere Kommunen hätten bereits Hilfsmöglichkeiten gefunden und könnten ab Montag dem „Potsdamer Modell“ mit der Unterstützung des Bundes folgen. dpa