Hamburger Caterer in Bedrängnis

58 Catering-Unternehmen – organisiert in der Initiative Hamburger Schulcaterer (IHC) – versorgen Hamburgs Schulen mit warmen Mahlzeiten. Steigende Kosten für Lebensmittel bringen sie nun in Bedrängnis. Sie fordern einen Essenspreis von 4,65 Euro. Das stößt auf Widerstand. Jetzt drohen die ersten: Wenn wir nicht besser bezahlt werden, kündigen wir unsere Verträge. Die Folge: Ärmere Familien streichen ihren Kindern das Mittagessen .Aktuell müssen Hamburgs rund 203.000 Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden Schulen als Vollzahler 4 Euro für ein Mittagessen bezahlen, von August an 4,15 Euro. Rund 300 Köche und Küchenhilfen demonstrierten am Freitag auf dem Rathausmarkt und brachten so ihren Unmut auf die Straße. Darüber hinaus verlangten sie, dass die bislang nur in Grundschulen angewandte Sozialstaffelung bei den Essenspreisen auf die weiterführenden Schulen bis Klasse 10 ausgeweitet wird.

DNSV dazu: Gesundes, nachhaltiges Essen darf kein Privileg für einkommensstarke Haushalte sein, sondern ist ein Grundrecht für alle. Eine ernsthafte Ernährungswende kann nur gelingen, wenn auch die Finanzierung sozial gerecht gestaltet wird. Jedes Kind muss ein gesetzlich garantiertes Recht auf eine kostenfreie warme Mittagsmahlzeit erhalten!