Hannover: Fachtagung zur Schulverpflegung

Immer mehr Kinder und Jugendliche in Niedersachsen besuchen Ganztagsschulen. Da eine gesunde Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen die Grundlage für Lernfähigkeit und Konzentration bildet, kommt der Verpflegung in den Schulen eine wichtige Rolle zu. Doch wie gelingt der Spagat zwischen Qualität und Kostendruck? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt einer Fachtagung in Hannover.


„Ein attraktives und hochwertiges Verpflegungsangebot ist für die Schulen eine anspruchsvolle Aufgabe“, so Ernährungsminister Christian Meyer. „Obst und Gemüse sind wichtige Bausteine einer gesunden Ernährung, doch Untersuchungen zeigen, dass Kinder und Jugendliche viel zu wenig davon essen. Der Landesregierung liegt ihre Gesundheit am Herzen, deshalb beteiligt sich Niedersachsen zum Schuljahresbeginn 2014/2015 am Schulobst- und -gemüseprogramm. Erstmals können Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter drei Mal die Woche kostenfrei eine Portion frisches Obst oder Gemüse erhalten. Die Kinder erfahren so nicht nur, dass die Produkte lecker sind, sondern auch gleichzeitig, wo und wie sie angebaut werden.“

Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veranstaltet bereits seit 2004 regelmäßig in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, der Landesvereinigung für Gesundheit und – seit 2009 neu im Gespann – mit der Vernetzungsstelle Schulverpflegung schulfachliche Tagungen zur gesunden Gemeinschaftsverpflegung in Schulen. Vor einem Publikum, das sich aus Vertretern von Schulleitungen, Schulträgern, Lehrer- und Schülerschaft, Eltern sowie Caterings und Mensen zusammensetzt, wurden auf der  Fachtagung in der Akademie des Sports in Hannover unter dem Motto ‚Schule in Bewegung‘ Aspekte eines gesundheitsförderlichen Angebots an Speisen und Getränken in Schulen von allen Seiten beleuchtet. Zudem wurden Ansätze und Modelle aus der Praxis vorgestellt.

Dazu erläuterte Kathrin Bratschke von der Verbraucherzentrale Niedersachsen: „Die Gestaltung der Schulverpflegung ist nicht Angelegenheit Einzelner. Viele haben Verantwortung und können auf unterschiedliche Weise einen Teil dazu beitragen, damit Schüler regelmäßig und bedarfsgerecht, qualitativ und schmackhaft zubereitetes Essen in angenehmer Atmosphäre einnehmen können. Gemeinsames Handeln fördert nachhaltige Schulverpflegung. Die Fachtagung bietet dazu beste Möglichkeiten, verschiedene Perspektiven kennenzulernen und vom reichen Erfahrungsschatz anderer zu profitieren. Jede Schule kann daraus ihren individuellen Nutzen ziehen.“

Eine gut angenommene Mensa mit hohen Essenszahlen und gesunden, schmackhaften Gerichten ist machbar. Die Tagung stellt erfolgreiche Beispiele vor und regte Diskussionen über den Weg dorthin an. Minister Meyer: „Die Landesregierung übernimmt gern die finanzielle Unterstützung und die Schirmherrschaft über die gemeinsamen schulfachlichen Tagungen. Es hat sich gezeigt, dass durch die Zusammenarbeit Synergien entstehen, die für alle Beteiligten von Nutzen sind. Und letztlich kommt das den niedersächsischen Kindern und Jugendlichen zugute.“

Schulen in Niedersachsen, die am Schulobst- und -gemüseprogramm teilnehmen möchten, können sich noch bis zum 25. Juli bewerben unter http://www.schulobst.niedersachsen.de/. Hier gibt es auch alle wichtigen Informationen zum Programm.

Quelle: Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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