Hidden Hunger – Mangelernährung in armen und reichen Ländern

Digital StillCameraIm Jahr 2015 wollte man die Zahl der Hungernden im Vergleich zum Jahr 2000 halbiert haben. Zwar ist die Zahl der Hungernden leicht gesunken – doch gleichzeitig steigt die Zahl der Menschen, die am verborgenen Hunger, dem sogenannten „Hidden Hunger“ leiden, weil sie sich keine ausgewogene Ernährung leisten können. Auf Ernährungsprobleme von Menschen, die in Deutschland unter der Armutsgrenze leben, hat jüngst die Universität Hohenheim hingewiesen: Der Tagessatz von Hartz IV für Ernährung reiche nicht aus, um ein Kind gut zu ernähren. Viele Arme in Deutschland hätten meist genug zu essen, um satt zu werden. Aber ihnen fehle das Geld für eine gesunde und damit ausgewogene Ernährung. Um Hidden Hunger in Deutschland entgegenzuwirken, ist eine kostenfreie Ernährung in Kindertagesstätten und Schulen notwendig, so wie dies in skandinavischen Ländern der Fall ist, dies die klare Forderung des DNSV.

2,5 Milliarden Menschen weltweit fehlen nach Angaben der Weltgesundheits-Organisation (WHO) lebenswichtige Stoffe im täglichen Essen. Zu den drei bis vier Millionen Kindern, die jährlich an den Folgen des Hungers sterben, kämen bis zu zehn Mal mehr Kinder hinzu, die ständig am Rande des Abgrunds leben. In Deutschland: Das Dortmunder Institut für Kinderernährung hatte schon 2012 in einer Studie mit 13.450 Kindern zwischen drei und siebzehn Jahren gezeigt, dass in ärmeren Familien die Nahrungsvielfalt deutlich eingeschränkter ist. Niedriges Einkommen geht häufiger mit Übergewicht bei Kindern einher.

 

 

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