Hülsenfrüchte Trendprodukte auch für die Schulmensa

Hülsenfrüchte sind eine wichtige Basis für Pflanzendrinks oder Fleischersatz. Seit den 80er Jahren wird auf der Schwäbischen Alb wieder die fast ausgestorbene Alb-Linse angebaut. Ebenso hat die heimische Ackerbohne in den letzten Jahren viel an Anbauland gewonnen. Alte Sorten wie die blaue Süßlupinen oder auch die Luzerne sind heute wieder zu wichtigen landwirtschaftlichen Kulturpflanzen geworden und gewinnen wirtschaftlich zunehmend an Bedeutung.

Grüne Bohnen, Linsen oder Erbsen

Es gibt immer mehr Fleischersatzprodukte in den Regalen des Lebensmitteleinzelhandels, denn viele Hersteller setzen auf vegetarische oder vegane Produktalternativen. Ob Nudeln aus Linsen, Snacks aus Edamame und Kaffeeersatz aus Ackerbohnen: Lebensmittel auf Basis von Hülsenfrüchten sind bei
Verbrauchern zunehmend beliebt. Sie sättigen nicht nur gut, sondern sind wegen ihres hohen Eiweißgehaltes auch eine wichtige Proteinquelle. Hülsenfrüchte entstammen einer sehr vielfältigen Pflanzenfamilie

Tipps für die Schulküche

Hülsenfrüchte enthalten sehr viele Nährstoffe. Aber der Mensch kann diese nur in verarbeitetem Zustand nutzen. Im Rohzustand enthalten sie einige unerwünschte Stoffe (z.B. Saponine, Phytinsäure). Diese sind zwar zur Abwehr der Pflanzen gegenüber Pilzen und Insekten nützlich, stören aber im Stoffwechsel des Menschen. Beim Auskeimen, mehrstündigem Einweichen oder Kochen gehen solche Stoffe ins Wasser über. Sie verändern sich dadurch auch so, dass die Nutzung der anderen wertvollen Inhaltsstoffe möglich wird. Das Einweich-, Koch- und Keimwasser muss immer verworfen werden.

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