Kostenlose Service-Boxen statt Investitionsprogramm in optimale Schulverpflegung

Für die Sanierung und die Digitalisierung der Schulen in Deutschland soll in den nächsten Jahren viel Geld fließen. Nachdem Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) ein fünf Milliarden Euro schweres Investitionsprogramm des Bundes zur Ausstattung der Schulen mit digitalen Lernmitteln angekündigt hat, ist Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) offenbar bereit, weitere 3,5 Milliarden Euro für die Schulen bereitzustellen – und zwar für deren bauliche Instandsetzung. Und was macht Minister Schmidt (CSU) zuständig für Ernährung?  Er macht Dampf und verteilt kostenlos 20.000 „Service-Boxen für gutes Essen in Kita und Schule“, aktuell gibt es in Deutschland über 42.000 Schulen! Damit wird keine Schulküche, oder Mensa saniert, damit wird kein Geld in das System der Schulverpflegung gegeben, den sie „bündeln die wichtigsten Praxistipps und Materialien“, aber davon wird keiner der Schüler*innen satt. Tatsache ist: Der Bund verbuchte im vergangenen Jahr mit Steuereinnahmen von 289 Milliarden Euro ein Plus von 2,6 Prozent. Die Länder nahmen mit 288,7 Milliarden Euro sogar um 7,7 Prozent mehr ein. Deutschland hat in den vergangenen Jahren vielerorts seine Schulgebäude verkommen lassen. Bröckelnde Fassaden, defekte Toiletten, Heizungen, die nicht funktionieren, baufällige Treppenhäuser, kleine oder keine Mensen, winzige Ausgabeküchen für angeliefertes warmes Mittagessen, es ist ein  Investitionsstau aktuell auf 34 Milliarden Euro entstanden und der betrifft auch die Schulverpflegung. „Checklisten und Informationsmaterialen“ helfen dabei leider nicht weiter.