Schulleitungen für Kopf und Bauch zuständig! „Ernährungsbildung“ muss Teil der Schulphilosophie sein!

kita dnsvErnährungsbildung und Essensangebot müssten Hand in Hand gehen. Schulverpflegung muss in direkter Verantwortung der Schulleitung liegen. Sie muss Teil des Schulkonzeptes sein – so wie auch eine begleitende Ernährungsbildung unverzichtbar ist. Die Schulverpflegung sowie die Verpflichtung, nach DGE-Standard zu verpflegen, sollte Eingang in den Schulalltag finden, die gesundheitsfördernde Schule als Grundsatz der Schulpolitik verankert werden. Das fordert das DNSV seit einigen Jahren schon! Überall dort, wo Schülerinnen und Schüler verpflegt werden, sollten Verpflegungsausschüsse als Hüter über die Qualität des Schulessens tätig werden, in denen Eltern-, Lehrer- und Schülervertreter und Anbieter an einem Tisch sitzen.

 Ein von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und den Vernetzungsstellen Schulverpflegung empfohlener Verpflegungsausschuss, der sich um das Schulessen kümmern sollte, wird selten genannt (6,9 Prozent). In nur 39 Prozent der Schulen dauert die Mittagspause länger als 45 Minuten, wie es die DGE mindestens empfiehlt. Aus den Speiseplänen wird ersichtlich, dass mit Blick auf lange Transport- und Warmhaltezeiten zu viele ungeeignete Gemüsesorten im Angebot auftauchen. Der überwiegende Teil der Schulleitungen (77 Prozent) berichtet, Ernährungsunterricht und -projekte anzubieten. Aber: Vielfach werden diese Einheiten nicht wöchentlich (45 Prozent), sondern in jeweils einem Viertel der Fälle sogar nur halbjährlich oder jährlich realisiert.

Im Auftrag des BMEL und im Rahmen von „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ hat die Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften bundesweit Schulleitungen und Schulträger sowie Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulformen befragt. 

Hier finden Sie den Kongressband zum Bundeskongress Schulverpflegung 2014 (PDF, 5 MB, nicht barrierefrei)

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