Studie über Defizite beim Schulessen – ein Kommentar vom Cateringdienstleister L & D

Dipl. Ernährungs- und Gesundheitstherapeutin Mariela Wolf ist die Ansprechpartnerin bei L & D, die gemeinsam mit der Schule auch regelmäßig mit den dortigen Foodscouts abstimmt, wie das Essen in der Mensa sein soll, was sich die Schüler/-innen wünschen und was verbessert werden kann. Sie kommentiert das Erscheinen der Studie: Wieder einmal erschien eine Studie über defizitäres Schulessen in Deutschland. Oberflächlich betrachtet hat es den Anschein, als würde sich die Mehrheit der Caterer keine oder nur wenig Mühe geben. Blickt man jedoch einmal hinter die Kulissen, stellt man schnell fest, dass alle an diesem Thema beteiligten permanent den Spagat vollbringen zwischen


1. Standortbedingungen, die häufig nur eine Warmanlieferung zulassen;
2. Ausgabe in winzigen Ausgabestellen;

3. Ausschreibungen, die nach wie vor als einziges Zuschlagskriterium den günstigsten Preis vorsehen – denn die Kassen der Kommunen sind ja bekanntlich leer –

und 4. einem abwechslungsreichen, kindgerechten und schmackhaften Essen inklusive Anlieferung, Ausgabe, Internet-Be­stellsystem mit Einzelab­rech­nung für die Eltern und einem Mehrwertsteuersatz von 19%. Daneben fehlt auch bei vielen Eltern noch das Verständnis, dass für ein Kind, dass täglich acht bis neun Stunden in der Schule verbringt, ein warmes Mittagessen aus entwicklungsphysiologischen Gründen einfach dazugehört und nicht zu einem Preis zu haben ist, für den man nicht einmal zuhause kochen könnte. Um eine bessere Akzeptanz der Mittagsverpflegung zu erreichen, sind viele Faktoren wichtig, die man nicht unterschätzen sollte: Das fängt mit der Raumgestaltung und der Küchenausstattung der Mensa an und geht weiter über die in den Ausschreibungen geforderten Bedingungen bis hin zu der im täglichen Geschäft erforderlichen Akzeptanz bei Eltern und Lehrern und der Zusammenarbeit zwischen Schule und Catering­dienstleister. In der von L & D betriebenen Mensa in Höhr-Grenzhausen fügen sich bereits sehr viele dieser Puzzleteile, die für eine erfolgreiche Schulverpflegung notwendig sind, zusammen, da hier alle Verantwort­lichen konstruktiv zusammenarbeiten. Die Einforderung der Qualitäts­standards ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, reicht aber aus unserer Sicht bei weitem nicht aus, um die Qualität des Schulessens auf lange Sicht zu verbessern.“

Ausgangspunkt:

 „Schlechte Noten für das Essen an deutschen Schulen: Jede Menge Fleisch, aber zu wenig Obst und Gemüse. Das ist das Ergebnis einer Studie des Bundesernährungs­ministeriums. Minister Schmidt fordert jetzt einen Ernährungs-TÜV, um das Schulessen zu verbessern.“ So titelte u. a. die „tagesschau“ am 25.11.2014. Dass es aber auch anders geht, zeigt ein TV-Beitrag des SWR über die L & D-Mensa in Höhr-Grenzhausen, der am 25. November in der Landesschau AKTUELL Rheinland-Pfalz gesendet wurde – hier ist er online zu sehen:

http://www.l-und-d.de/catering/news/19,3-1177.html

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