„Tage der Kitaverpflegung“ und gleichzeitig fehlen Plätze und Personal!

Verpflegung von Kindern in Tageseinrichtungen. Geplante Aktionstage starteten dafür jüngst in Baden-Württemberg. Bis November 2018 sollen sie in neun weiteren Bundesländern folgen. In Fachvorträgen, Workshops und Seminaren sollen Ärzte und Ernährungsexperten über gesunde und ausgewogene Ernährung in Kitas informieren. Die Vernetzungsstellen Kitaverpflegung wurden angehalten  diese Aktivitäten in den Ländern zu organisieren und diese gemeinsam mit ausgewählten Kitas umzusetzen.

DNSV fragt: Werden damit die anstehenden Probleme auf den Punkt gebracht und Lösungen angeboten und umgesetzt?

Doch wie sieht die gelebte Praxis im Land aus? Die Kinder brauchen beste Qualität, genau die fehlt in vielen Einrichtungen aber noch.  Einige Themen der letzten Zeit, ohne Anspruch auf Vollständigkeit!

  • Die sächsischen Kommunen fordern vom Freistaat mehr Unterstützung bei der Kita-Finanzierung.
  • Deutscher Hauswirtschaftsrat fordert  bei der Festlegung der Qualitätsstandards für Kindertagesstätten sowohl ein pädagogisches Konzept als auch ein Hauswirtschaftskonzept zu erarbeiten.
  • Deutsches Kinderhilfswerk fordert mehr Qualität für Kita- und Schulessen
  • Fachkräfte fehlen in den Kitas
  • Berlin: Der Kita-Betreuungsschlüssel wird kurzfristig erhöht.
  • Bergisch Gladbach: Plätze für Schulen und Kitas fehlen
  • In vielen Kommunen läuft der Ausbau jedoch immer noch schleppend. Grund dafür ist Geld- und Personalmangel.
  • Erstmals hat die Bertelsmann Stiftung die Kita-Personalschlüssel der 402 Kreise und kreisfreien Städte ausgewertet. Die Unterschiede sind enorm! Gebraucht werden bundesweit einheitliche Standards und zusätzliches Kita-Personal
  • Seit der Einführung des Anspruchs auf einen Kita-Platz, ist die Betreuungsquote von Kindern ab einem Jahr auf 33 Prozent gestiegen. Laut Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) fehlen aber weiterhin rund 290.000 Plätze, der Großteil davon in Westdeutschland. Haushalt, Büro, Kinderbetreuung: Für berufstätige Eltern ist der Alltag oft ein Balanceakt. Da hilft es, dass inzwischen ein rechtlicher Anspruch auf einen Kitaplatz besteht. Die Betreuung am Nachmittag entfällt jedoch, sobald der Nachwuchs eingeschult wird.
  • Ungeachtet dessen sind die Bildungschancen der Kinder weiterhin in hohem Maße von ihrem Wohnort abhängig – die seit 2017 im Ländermonitoring zusätzlich angebotene datenbasierte Berichterstattung über die Kindertagesbetreuung in den Kreisen und kreisfreien Städten sowie in den Jugendamtsbezirken belegt das eindrücklich
  • Um überall in Deutschland eine hohe Betreuungsqualität sicherzustellen, braucht es verbindliche, bundesweit einheitliche und wissenschaftlich fundierte Standards. Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert daher ein Kita-Qualitätsgesetz, das bundesweit Mindeststandards für die Qualität frühkindlicher Bildungseinrichtungen festlegt und verbindlich macht.

usw., usw………..

DNSV betont:

Es fehlen im Land: 32,4 Milliarden Euro Sanierungsstau bei Schulen, 50 Milliarden bei den Hochschulen und weitere 4,5 Milliarden Euro bei den Kitas, Mangel an Erzieher*innen und Pädagog*innen – allein im Grundschulbereich fehlen bis 2025 etwa 105.000 Lehrkräfte. In den nächsten Jahren soll der Militärhaushalt von derzeit 37 Milliarden auf über 70 Milliarden steigen. Jeder Euro aber, der in die Rüstung fließt, kann nicht für den Sozialstaat, die Infrastruktur und Kitas ausgegeben werden.

Geld ins System geben und nicht in PR-Veranstaltungen!