Weiter Unruhe in der Schulverpflegung der Republik


Caterer kämpfen derzeit nicht nur mit steigendem Kostendruck. Es mangelt an ausreichend regionalen und Bio-Produkten. Angesichts der deutlich steigenden Kosten für das Mittagsverpflegung in Schulen und Kitas können sich Chemnitzer Kommunalpolitiker können sich nicht auf Entlastungen einigen. Die Folge ist, dass Chemnitzer Eltern die tägliche Mahlzeit abzubestellen. Die Konsequenzen Kinder bringen zubereitetes Essen von zu Hause mit. Ähnliches in der Stadt Leipzig: 6500 Portionen werden laut Verwaltung täglich in Leipzigs Kitas ausgegeben. In den Schulen seien es circa 19.000. Die Kosten sollen sich seit 1. Juli zwischen 1,80 Euro und 3,73 Euro an Kitas, an Schulen sogar zwischen 3,46 Euro und 5,28 Euro bewegen. Weil zum 1. Oktober erneut der Mindestlohn angepasst wird, erwartet die Stadt eine weitere Steigerung, diesmal sogar um fast 15 Prozent .Kaum ein Dresdner Schüler bekommt derzeit ein Mittagessen serviert, das unter vier Euro kostet. Insbesondere die großen Anbieter haben im Laufe der vergangenen Monate ihre Portionspreise deutlich angehoben. Eine erste Umfrage des Kreiselternrates hatte zuletzt ergeben, dass die Verpflegung an knapp 75 Prozent der Dresdner Schulen teurer geworden ist. Inzwischen dürften es noch mehr sein. Die Liste lässt sich über alle Bundesländer fortschreiben. Die Situation zeigt sich z. B. auch beim Mittagessen in den Schulen im Schwarzwälder Schramberg.

DNSV dazu: Wie es scheint helfen Brandbrief und Schreiben an die Politik auch nicht. Eine ganze Branche wird sich selbst überlassen. Vielerorts bleiben schon die Küchen kalt und wie es scheint retten sich viele , erstmal dank der Sommerferien über die Zeit. Doch das dicke Ende kommt mit dem neuen Schuljahr, von den zu erwartenden zusätzlichen Krisen, wie steigenden Corona-Infektionen, gestörten Lieferketten und dem großen Personalmangel: Die Gemeinschaftsverpflegung in Kita- und Schule steckt in einer existenziellen Krise, doch dies scheint die Politik nicht wahrhaben zu wollen.