Aktuelle Ernährungsforschung ist in einer Sackgasse – Gibt es „die gesunde“ Ernährung für alle?

Die Spatzen pfeifen es zwar noch nicht von den Dächern, aber die kritischen Stimmen aus Wissenschaft und Forschung werden immer mehr, klarer und lauter: Die aktuelle Ernährungsforschung ist in einer Sackgasse aus Korrelationen, Spekulationen und Hypothesen festgefahren [1]. Bis heute existiert kein Beweis für gesunde Ernährung – und wahrscheinlich wird es auch niemals harte Evidenzen dafür geben. Nichtsdestotrotz klammert sich die Ernährungswissenschaft weiterhin fest an hoch spekulative Regeln und Empfehlungen für die Allgemeinheit, um Politik, Medien und Bevölkerung zu suggerieren „Wir wissen, wo es lang geht.“ Das muss sich ändern. Dieser Wissenschaftszweig benötigt dringend eine „vollumfängliche Reform von innen heraus“, damit die Ökotrophologie nicht vollends ihre Glaubwürdigkeit verliert und der „kulinarische Karren“ endgültig vor die Wand gefahren wird. Um diesen Prozess konstruktiv, offen und öffentlich in Gang zu bringen, ruft der Ernährungswissenschaftler  Uwe Knop zur Gründung der „Internationalen Allianz für objektive Ernährungsaufklärung (I.A.E)“ auf.  Die neue Allianz soll eine Plattform bilden, in der sich die – bis dato verstreuten – kritischen Einzelstimmen zu einem Tenor (re)formen können. „Alle Ernährungsfachkräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich für eine progressive Weiterentwicklung der Ökotrophologie engagieren, sind herzlich zum konstruktiven Dialog in der I.A.E. eingeladen“, so Knop. Im ersten Schritt sollen gemeinsame Antworten auf die essenzielle Grundsatzfrage ausgelotet werden:

Welche allgemeinen Empfehlungen zu „gesunder“ Ernährung können objektiv-wissenschaftsbasiert heute noch gegeben werden?

 Die zentralen Aspekte rund um diese Kernfrage lauten:

  • Was kann Ernährungsforschung liefern? Was nicht?
  • Wo ist echte Evidenz (nach EBM-Kriterien) verfügbar? Wo nicht?
  • Wie hart belastbar sind Korrelationen?
  • Wozu sollen weitere tausende Beobachtungsstudien finanziert werden?
  • Welche Empfehlungen können der Bevölkerung gegeben werden?
  • Ist die Wirksamkeit dieser Empfehlungen belegt (Nutzennachweis)? Welche Nebenwirkungen haben sie? Wer haftet im Falle eines Scheiterns (z.B. Erkrankung)?
  • Welchen Einfluss übt die Politik aus bei der Vorgabe „gesellschaftlich gewünschter“ Ernährungsempfehlungen durch staatlich finanzierte Institutionen (z.B. DGE, BZfE)?
  • Und die Gretchenfrage: Gibt es „die gesunde“ Ernährung für alle?

 

Wer Interesse hat, diese (und künftig weitere) zentrale ernährungswissenschaftliche Fragen konstruktiv, scheuklappenfrei und in alle  Richtungen offen zu diskutieren, um so einen wichtigen Schritt in Richtung „Neo-Oecotrophologie“ zu gehen, kann sich als potenzieller Diskussionsteilnehmer der I.A.E. vormerken lassen bei kontakt@echte-esser.de

Wenn sich mindestens 50 bis 100 Ernährungswissenschaftler, -psychologen, -therapeuten, -soziologen, -mediziner aus Forschung, Klinik, Praxis und Medien an diesem Dialog der Zukunft beteiligen möchten, dann wird Knop bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) anfragen, ob auf dem 56. Wissenschaftlicher Kongress der DGE 2019 –  im doppelten Sinne – Raum für den I.A.E.-Diskurs geschaffen werden kann: „Der kommende DGE-Kongress 2019 bildet das ideale Umfeld für den avisierten konstruktiven und selbstkritischen Dialog, der zur progressiven Reform der Ökotrophologie von innen heraus beitragen soll.“

 

[1] Ernährungswissenschaftliche Hintergrundinfos zur „bemitleidenswerten Lage“ der Ökotrophologie (Zusammenstellung von Expertenzitaten, die den aktuellen Studienstatus zum ökotrophologischen Universalcredo „Nichts Genaues weiß man nicht“ vollumfänglich unterstreichen, Stand Mai 2018)

 

Quelle: www.echte-esser.de

 

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