Brasilien liebt es vegan

In den Städten Serrinha, Barroca, Teofilandia und Birtinga wird von nun an in den öffentlichen Schulkantinen pflanzlich gekocht! Die Ziele der Verpflegungsreform stehen ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit: Die pflanzlichen Speisen sollen zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks beitragen und insbesondere den Wasserbedarf senken. Durch den Bezug von regionalen Lebensmitteln sollen ansässige Landwirt_innen unterstützt werden. Die pflanzliche Verpflegung soll zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes der Schüler_innen beitragen. So soll in der Schule ein wichtiger Grundstein für eine gesunde Ernährung gelegt werden. Übergewicht und Adipositas haben sich in Brasilien zu einem ernstzunehmenden Problem entwickelt. Etwa die Hälfte der Brasilianer_innen ist davon betroffen, bei den 5-9-jährigen ist es jedes dritte Kind. Das Programm befindet sich derzeit in einer Testphase und wird die kommenden zwei Jahre genau evaluiert. Das Bekenntnis zur pflanzlichen Küche ist für Brasilien keine Premiere: Seit 2009 steht der erste Tag der Woche im Schuldistrikt São Paulo im Zeichen eines „Meat Free Monday“. In den brasilianischen Ernährungsempfehlungen wird aktiv eine pflanzenbasierte Ernährung empfohlen.

Quelle: Ministério Público do Estado da Bahia