Schulverpflegung – Thema muss ernster genommen werden

Die Politik und die Schulverantwortlichen sollten das Thema „Schulessen“ wesentlich ernster nehmen. Das meint Wolfgang Finken, Bundesgeschäftsführer des PARTY SERVICE BUND DEUTSCHLAND e.V. (PSB), und bietet dabei die tatkräftige Unterstützung seines Branchen- und Berufsfachverbandes an. Hintergrund: Mit Sorge sieht der PSB, dass die in den Schulen servierten Speisen von den Schülerinnen und Schülern im Durchschnitt lediglich mit der Schulnote „befriedigend“ bewertet werden – so zumindest das Ergebnis der Ernährungsstudie „So is(s)t Schule“ 2010 des Marktforschungsinstitutes iconkids and youth im Auftrag des Nestlé-Konzerns. Besonders beunruhigend sei die negative Tendenz. Denn fünf Jahre zuvor sei die Note noch um einen halben Prozentpunkt besser ausgefallen. In diesen Rahmen passt nach Ansicht des PSB auch das Resultat einer Untersuchung in Berlin: Dort wurden 431 Schulspeisepläne mit den Qualitätskriterien des Bundesverbraucherministeriums verglichen und kein einziger dieser Pläne entsprach den Vorgaben der Regierung. Diese Kriterien sehen unter anderem mit frischen Kräutern gewürzte und garnierte, fettarm zubereitete Speisen ohne Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und Süßstoffe vor. Dreh- und Angelpunkt des Problems ist aus Sicht des Party Service Bundes, dass die im Schulbereich eingesetzten Partyservice- und Catering-Unternehmen immer größere Schwierigkeiten beim Decken ihrer betriebswirtschaftlichen Kosten hätten – „weil die Politik zwar die Bedeutung einer hochwertigen Ernährung an den Schulen betont, aber in der Praxis an dieser Stelle gerne den Rotstift schwingt“. Wolfgang Finken wird deutlich: „Hier müssen den Sonntagsreden Taten folgen, damit wieder mehr Schülerinnen und Schüler in den Schulmensen essen mögen.“ Und er schiebt auch gleich ein Beispiel nach: „Kantinen in Universitäten erhalten häufig Unterstützung aus öffentlichen Mitteln, während Mensen an weiterführenden Schulen in der Regel leer ausgehen.“ Die Schulessens-Medaille habe jedoch noch eine andere Seite, ist Wolfgang Finken überzeugt. Viele Schulmensen sind nämlich nach PSB-Informationen zu laut und außerdem „innenarchitektonisch lieblos“ gestaltet. Eine solche Atmosphäre wirke abschreckend – ähnlich wie mürrisches Servicepersonal oder komplizierte Bezahlungsverfahren. Zusammen mit seinen auf dem Gebiet der Schulverpflegung aktiven Mitgliedern helfe der PSB den Schulträgern gerne durch Anregungen und Tipps aus der Praxis beim Verbessern des Ist-Zustandes, so der Bundesgeschäftsführer. Schulmensen müssten zum Mittelpunkt des Schulalltags werden und dazu würden die Partyservice- und Catering-Unternehmen unter dem Dach des PSB gerne beitragen.
www.partyservicebund.de

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