Rostocker Schulessen ab 2024 in Eigenregie

Schulessen ist Daseinsvorsorge, so die Meinung der Rostocker Bürgerschaft und deshalb beschloss sie mit ganz knapper Mehrheit, dass die Kommune ab 2024 selbst das Essen für Schulkinder in Rostock kochen soll, so vermeldeten es die Rostocker Medien. Dafür will man die Verträge mit dem Anbieter Sodexo aufkündigen und eine städtische Produktionsfirma – hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt – gründen. Beschlossen hatte man auch, dass die Speiseräume der Schulmensen modernisiert werden sollen. Ein entsprechendes Ergebnis der Zustandsanalyse in der Stadt wird bis Herbst 2021 erwartet. Ziel ist eine Steigerung der niedrigen Teilnahmequoten an der Schulverpflegung.

Der Beschlussvorschlag von der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN formulierte es so:

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, der Bürgerschaft bis zum 31. Oktober 2021 ein Maßnahmepaket zur baulichen Gestaltung und Ausstattung der Essenräume aller kommunal getragenen Schulen nach den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) vorzulegen. Diese Maßnahmen sollen in den kommenden Wirtschaftsplänen des KOE berücksichtigt werden. Die Qualitätsstandards sehen u.a. vor:
– einen eigenen Speiseraum mit gut geplanter Ausgabestelle für geringe Wartezeiten;
– ausreichende Raumgröße und Sitzplätze für alle Schüler*innen;
– helle Räumlichkeiten und freundliches Ambiente;
– schallmindernde Maßnahmen. Der Oberbürgermeister wird zudem beauftragt, den Schulleitungen die DGE-Standards in der aktuellen Fassung zu übermitteln und um eine Weiterleitung der Empfehlungen an die Mitglieder der Schulkonferenz zu bitten.
(Änderungsantrag – 2020/AN/1193-02 (ÄA))