Wieviel Klima passt auf einen Teller?

Gestern wurde in Berlin eine App freigeschaltet, die die Gastronomie beim Klimaschutz unterstützen soll: „Klima Teller“. Die Außer-Haus-Verpflegung nimmt einen immer größeren Stellenwert ein, dabei inbegriffen die Kita- & Schulverpflegung. 11,7 Milliarden Besuche verzeichnet die Außer-Haus-Verpflegung in Deutschland jedes Jahr. Etwa 15 bis 20 Prozent aller Treibhausgasemissionen lassen sich auf unsere Ernährung zurückführen. Mit der KlimaTeller-App können nun Gastronomien, ob jetzt Kantine, Betriebsrestaurant oder Hochschulmensa und auch Restaurants KlimaTeller – d. h. nachhaltige Menüs, so die Idee der Macher der App – zusammenstellen, indem sie die Zutaten und die Mengen sowie die Anzahl der Portionen, die daraus zubereitet werden, eingeben.

Das Projekt Klima Teller wurde von der Organisation Greentable e.V. und NAHhaft e.V. auf den Weg gebracht. 160.00 Euro gab es dazu aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums in Berlin. Die Datenbasis kommt von der Schweizer Firma eaternity aus Zürich, die sich schon seit langer Zeit mit dem Thema CO2-Emissionen in Sachen Ernährung beschäftigt und dazu eine große Datenbank angelegt hat, die sie ständig aktualisiert. In Anwesenheit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministeriums Rita Schwarzelühr-Sutter wurde der Startschuss gegeben.

Leider ist die App noch nicht für Handys verfügbar und die Daten werden auch nicht über die Blockchain gesichert und die Analyse einer CO2 neutralen Foodproduktion der Gastrobetriebe, ist damit noch nicht gegeben. Neuste Ergebnisse zu diesem Thema, wie „Zerofoodprint“ aus den USA, wurden noch nicht eingebaut. Eine Erhöhung des Kohlenstoffgehalts im Boden unseres Planeten um 2% würde die Treibhausgasemissionen kompensieren, so deren Argumentation. Das ist auch das Ziel der ZeroFoodprint-Stiftung.

DNSV dazu: Aber ein guter Anfang ist gemacht, für den sich, so die Organisatoren schon 200 Interessenten gemeldet haben! Für die Schulverpflegung bedeutet das: CO2-Senkung geht nur durch „Frisch-Kochen vor Ort“!