UNICEF-Studie: Frühkindliche Förderung für jedes Kind gewährleisten

Bildungsgerechtigkeit ist laut UNICEF der Schlüssel für einen fairen Start ins Leben. Doch viele Kinder sind bereits zu Beginn ihrer Schullaufbahn benachteiligt – zum Beispiel aufgrund ihrer Herkunft oder der sozialen und wirtschaftlichen Situation ihrer Familien. Schulen und Bildungspolitik müssen ihnen gerechte Chancen eröffnen und dafür sorgen, dass diese Mädchen und Jungen nicht zurückbleiben.Wie stehen die Chancen auf eine gerechte Bildung? In Deutschland offenbar nicht sehr gut. Das das Ergebnis der Unicef-Studie Andere Industriestaaten schneiden demnach deutlich besser ab. Litauen, Island und Frankreich liegen bei der frühkindlichen Förderung im internationalen Vergleich vorne. Die Türkei, die Vereinigten Staaten und Rumänien stehen am Ende der Rangliste. Deutschland liegt hier im internationalen Vergleich im Mittelfeld.In den Niederlanden, Lettland und Finnland besteht die größte Chancengleichheit für Grundschulkinder; Malta, Israel und Neuseeland gehören hingegen zu den Ländern mit der größten Bildungskluft zwischen den Kindern in dieser Altersgruppe. Deutschland liegt im unteren Drittel der internationalen Rangliste. Lettland, Irland und Spanien gehören zu den Ländern mit der geringsten Bildungskluft zwischen 15-Jährigen. In Malta, Bulgarien und Israel besteht die größte Chancenungleichheit zwischen den Kindern. Deutschland liegt im internationalen Mittelfeld. Etwa 16 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Deutschland erreichen im Alter von 15 Jahren nicht das Grundkompetenzniveau im Lesen (Level 2), das als Voraussetzung angesehen wird, damit sie effektiv und produktiv am Leben der Gesellschaft teilhaben können.

Zusammenfassung des Reports „An Unfair Start“ (PDF 460KB)

Quelle: UNICEF