Abfallmengen und Reduktionspotenzial in der Schulverpflegung

In der Schulverpflegung (Mittagsverpflegung – unabhängig von Verpflegungssystemen) wurden insgesamt in 80 Betrieben Abfallmessungen analysiert. Die daraus entstandenen Ergebnisse zeigen, dass oft und teilweise sehr stark überproduziert (30–60 Prozent) wird. Dies geht u. a. darauf zurück, dass jeder Schüler – auch ohne Bestellung – ein Mittagessen bekommen soll und die genaue Zahl der Gäste nur selten bekannt ist.

Die Rückführung der Überproduktion ist daher meist die effektivste Maßnahme zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen in Schulküchen und bei Caterern. Der Tellerrücklauf liegt dagegen bei 30-60 Prozent. Im Durchschnitt entstanden ca. 107 Gramm Abfall pro Mahlzeit. Davon haben 44 Betriebe ganzheitlich eine erste Messung und neun Betriebe eine zweite Messung durchgeführt. In Verbindung mit den umgesetzten Maßnahmen konnte der Lebensmittelabfall durchschnittlich um ca. 30 Prozent (Range: 2–60 Prozent) reduziert werden. Daraus ergibt sich nach der zweiten Messung ein durchschnittlicher Abfall pro Mahlzeit von ca. 75 Gramm (Range: 11–246 Gramm).

Nach der ersten Zwischenbilanz in 2017 folgt nun die UAW-Zwischenbilanz 2020: United Against Waste kommt darin zum Schluss, dass ein Reduktionsziel der Lebensmittelabfälle im Außer-Haus-Bereich von 30 Prozent realistisch ist.

Die Zwischenbilanz 2020 können Sie unter folgendem Link downloaden:
https://www.united-against-waste.de/der-verein/zwischenbilanz