Digitalpakt erheblich unterfinanziert

Die eingeplanten 5,5 Milliarden Euro des Digitalpaktes decken laut GEW-Studie nur knapp ein Viertel des Gesamtbedarfs aller Schulen. Allein für die Mindestausstattung der Berufsschulen seien eine Milliarde Euro pro Jahr erforderlich, so die Ergebnisse einer von der GEW vorgelegten Studie. Zwischen den in Aussicht gestellten 5,5 Milliarden Euro aus dem Digitalpakt von Bund, Ländern und Kommunen und der erforderlichen Summe für die Mindestausstattung aller allgemein- und berufsbildenden Schulen bis 2024 klafft laut einer Studie der GEW eine dramatische Lücke. Die GEW kalkuliert den IT-Support mit 180 Euro pro Schülerin oder Schüler im Jahr als den mit Abstand größten Kostenblock. Angesichts des angesetzten Bedarfs von einer Stelle pro 300 bis 400 Endgeräte muss für die berufsbildenden Schulen mit ihren knapp 2,5 Millionen Schülerinnen und Schülern zudem mit einem Personalbedarf von 6.200 bis 8.300 Vollzeitstellen für IT-Fachkräfte gerechnet werden.

  • Eine adäquate digitale Ausstattung beruflicher Schulen kostet pro Schülerin oder Schüler bei teilzeitschulischer Ausbildung 387 Euro im Jahr, bei vollzeitschulischer 470 Euro.
  • Die jährlichen Kosten einer solchen Ausstattung variieren von Bundesland zu Bundesland. Für Nordrhein-Westfalen wird mit 238 Millionen Euro die höchste Summe angesetzt, für Bremen mit zehn Millionen Euro die niedrigste. Insgesamt ergibt sich ein Wert von etwas mehr als einer Milliarde Euro.
  • Differenziert nach Kostenträgern müssten kommunale Schulträger 696 Millionen Euro pro Jahr aufwenden, Unternehmen 169 Millionen Euro, Privatschulen 105 Millionen Euro und die Länder 83 Millionen Euro.

Quelle: GEW