„Karri“ macht Bargeld an Schulen überflüssig

Neue südafrikanische Smartphone-Anwendung ermöglicht Eltern mobiles Bezahlen . Das südafrikanische Start-up Karri erlaubt Eltern mit seiner neuen App, mobile Zahlungen an die Schulen ihrer Kinder zu tätigen. Dadurch ist es nicht mehr nötig, Schüler mit Bargeld in der Tasche zur Schule zu schicken. Vor allem in Südafrika, wo Verbrechen an Schulen ein großes Problem ist, soll Karri für mehr Sicherheit sorgen.

„Vorsicht geboten“

„Es gibt zwar einen Vorteil darin, dass Eltern für ihre Kinder bargeldlos bezahlen können. Aber es stellt sich die Frage, welche Art von Geschäft damit verbunden ist. Unter Umständen werden Eltern hier an einen bestimmten Zahlservice gebunden, oder es werden Kundendaten an Dritte weitergeleitet. Bei dieser App ist daher Vorsicht geboten“, gibt Kriminologe Uwe Dolata im Interview zu bedenken. Die App erfordert eine Registrierung der Nutzer. Mit einem Karri-Konto können Eltern dann direkte Bezahlungen an Organisationen verrichten. Die Anwendung kann Nutzer auch anhand eines Kalenders auf bevorstehende Ereignisse aufmerksam machen, bei denen sie eine Zahlung tätigen müssen. Dazu gehören unter anderem Schulausflüge.

Kein Bargeld an Schulen

Karri hat bei der Entwicklung der App mit dem südafrikanischen Kreditinstitut Nedbank zusammengearbeitet. Bereits mehrere hundert Schulen in Südafrika nutzen die Anwendung. Südafrika hat ein großes Problem mit teilweise gewalttätigen Verbrechen an Bildungseinrichtungen, bei denen Geld oft das Motiv ist. Deswegen will Karri Bargeld komplett aus Schulen entfernen, um sie dadurch sicherer zu machen. Die App ist derzeit nur in Südafrika erhältlich.(pte)