Klöckners Sommerloch Initiative

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) fordert nun auf einmal von den Bundesländern Standards für Schul- und Kita-Verpflegung verpflichtend einzuführen. Dies sei eine Investition in die Gesundheit unserer Kinder, hier dürfe es keine Ausreden mehr geben, so Klöckner im Spiegel. Es geht dabei um die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), die im Auftrag des Ernährungsministeriums vor langer Zeit schon entwickelt wurden und in den letzten 10 Jahren mehrfach schon evaluiert wurden.

Warum sie gerade in den Tagen der Corona Krise auf diesen Ladenhüter ihres Ministeriums zurückgreift, dafür bleibt sie eine Antwort schuldig. „Wir sollten die Arbeit des Ernährungsministeriums nicht an der Qualität seiner PR-Aktivitäten messen, sondern an seinem verbraucherschutzpolitischen Handeln“, verlangte nicht nur foodwatch schon. Es reicht eben nicht, die Bundesländer freundlich zu bitten „denn, wer den Sumpf trockenlegen will, darf dazu nicht die Frösche fragen!“ Der Bund muss dafür die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen. PR-Aktionen hatten ihre Vorgänger im Ministerium schon mit viel „Dampf“ gemacht – Hilfen für die Caterer waren das leider nicht.